Fußball-Weltverband Fifa hebt Sperre gegen Beckenbauer auf

Franz Beckenbauer darf wieder sämtliche Aktivitäten im Fußball ausüben - die Fifa hat die Sperre gegen ihn wegen unbeantworteter Fragen zur WM 2022 in Katar zurückgenommen. Das Turnier in Brasilien wird er trotzdem nicht besuchen.
Ehemaliges Fifa-Mitgleid Beckenbauer: Sperre von 90 Tagen aufgehoben

Ehemaliges Fifa-Mitgleid Beckenbauer: Sperre von 90 Tagen aufgehoben

Foto: Thorsten Wagner/ Bongarts/Getty Images

Hamburg - Der Fußball-Weltverband Fifa hat die Sperre gegen Franz Beckenbauer aufgehoben. Das teilte Beckenbauers Management MHM mit. Grund für die Sanktionen waren Fragen der Ethikkommission im Zusammenhang mit Bestechungsvorwürfen bei der Vergabe der WM-Endrunde 2022 an Katar, die Beckenbauer zunächst nicht beantwortet hatte.

Die Fifa bestätigte die Aufhebung der Sperre, teilte aber mit, dass die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien. Außerdem warnte der Weltverband Beckenbauer, dass ein wiederholtes Fehlverhalten weitere Sanktionen nach sich ziehe.

"Ich habe die Angelegenheit unterschätzt, was vor allem daran lag, dass mir solche umfangreichen administrativen Dinge für gewöhnlich von meinem Management abgenommen werden, das ich in diesem Fall aber nur in eingeschränktem Umfang einbeziehen durfte", sagte Beckenbauer. Die Kommission hatte ihn daraufhin für 90 Tage provisorisch für sämtliche Aktivitäten im Fußball gesperrt. Der 68-Jährige hatte in der vergangenen Woche nachträglich die Fragen der Fifa-Ermittler beantwortet.

In der Mitteilung zur Aufhebung der Sperre betonte Beckenbauers Management seinen unveränderten Standpunkt, dass die Suspendierung des Weltmeisters von 1974 und WM-Teamchefs von 1990 "ungerechtfertigt war". Weitere Erklärungen würden "momentan" nicht erfolgen, "da mit Aufhebung der provisorischen Sperre die finale Klärung des Sachverhalts noch nicht abgeschlossen ist". Beckenbauer wird nach Angaben des Unternehmens aber dennoch nicht mehr zum laufenden WM-Turnier reisen.

asi/sid
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