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28. November 2018, 20:53 Uhr

Illegaler TV-Rechtehandel

Ehemaliger Fifa-Präsident muss fast 25 Millionen Euro zahlen

Issa Hayatou soll widerrechtlich TV-Rechte verkauft haben. Dafür wurde der ehemalige Interims-Präsident der Fifa nun hart bestraft. Ein früherer Ethikrichter des Weltverbands ist zurücktreten.

Der Kameruner Issa Hayatou, früherer Präsident des Kontinentalverbandes Caf, muss wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung umgerechnet fast 25 Millionen Euro Geldstrafe zahlen. Das ägyptische Kartellamt (Eca) verurteilte den früheren Interims-Präsidenten des Weltverbandes Fifa wegen rechtswidriger Methoden bei der Vergabe von TV-Rechten. Hayatou hat Einspruch gegen die Entscheidung angekündigt.

Nach Ansicht des Kartellamts hat die Caf unter Hayatous Führung im Juni 2015 TV-Rechte vor allem an der Afrikameisterschaft widerrechtlich bis 2028 für eine Milliarde Dollar exklusiv an ihren angestammten Vermarktungspartner aus Frankreich vergeben. Die gleichzeitige Missachtung eines Konkurrenzangebotes aus Ägypten habe einen Gesetzesverstoß dargestellt.

Sundra Rajoo wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten

Hayatou wies die Vorwürfe nach der Urteilsverkündung als "nicht hinnehmbare Diffamierung" zurück. Der 72-Jährige, der nach der Sperre gegen den damaligen Fifa-Boss Sepp Blatter bis zur Gianni Infantinos Wahl zum neuen Präsidenten an der Spitze des Weltverbands gestanden hatte, bezeichnete das Verfahren als "politisch zugunsten bestimmter Personen motiviert".

Unterdessen ist der wegen Korruptionsvorwürfen zwischenzeitlich festgenommene Fifa-Ethikrichter Sundra Rajoo von seinem Posten als stellvertretender Vorsitzender der Urteilskammer zurückgetreten. Das gab der Weltverband bekannt. Nach der vorübergehenden Verhaftung in seiner Heimat Malaysia vor einer Woche war Rajoo, der als Konsequenz aus den Vorwürfen auch schon sein Amt als Direktor des asiatischen Schiedsgerichthofes abgegeben hatte, von der Fifa vorübergehend suspendiert worden.

Die malaysischen Behörden ermitteln gegen Rajoo wegen des Verdachts der Vorteilsnahme im Amt. Nähere Informationen zu den Vorwürfen gegen den Juristen, der aufgrund seiner politischen Immunität durch sein Amt als Schiedsgerichts-Direktor wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, sind nicht bekannt.

bam/sid

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