Fifa-Korruptionsvorwürfe Bin Hammam will sich wehren

Er gibt sich nicht geschlagen: Der suspendierte Fifa-Funktionär Mohammed bin Hammam hat angekündigt, Einspruch gegen seine Suspendierung durch die Ethikkommission des Weltfußballverbandes einzulegen.

Suspendierter Fifa-Funktionär Bin Hammam: "Nicht vereinbar mit juristischen Prinzipien"
AFP

Suspendierter Fifa-Funktionär Bin Hammam: "Nicht vereinbar mit juristischen Prinzipien"


Hamburg - "Die Art und Weise, wie diese Untersuchungen geführt wurden, ist absolut nicht vereinbar mit juristischen Prinzipien", schrieb der suspendierte Fifa-Funktionär Mohammed Bin Hammam am Montag in seinem Blog. Der Fifa-Vizepräsident kündigte zudem an, Einspruch gegen seine Suspendierung einzulegen. "Ich werde bestraft, bevor ich für schuldig erklärt werde", so der 62-Jährige weiter.

Bin Hammam war am Sonntag von der Fifa-Ethikkommission zusammen mit Vizepräsident Jack Warner wegen des Verdachts der Korruption vorläufig suspendiert. Die beiden Funktionäre sollen gegen den Ethikcode verstoßen haben. Ihnen wird vorgeworfen, bei einem Treffen der Karibischen Fußball-Union am 10. und 11. Mai versucht zu haben, für die Wahl bin Hammams zum Fifa-Präsidenten Stimmen zu kaufen.

Der Katarer Bin Hammam kündigte nun an, das Urteil der Kommission nicht zu akzeptieren. Er forderte, seinen vorläufigen Ausschluss bis zum Kongress des Weltverbandes am Mittwoch im Züricher Hallenstadion aufzuheben. "Das war ein abgekartetes Spiel. Und ich befürchte, dass auch die weiteren Ermittlungen beeinflusst und manipuliert werden", so der suspendierte Funktionär.

Bin Hammam wollte am Mittwoch ursprünglich gegen Präsident Josef Blatter für das Amt der Fifa-Spitze kandidieren, hatte seine Bewerbung aber am Samstag überraschend zurückgezogen. Blatter selbst hatte am Sonntag ebenfalls vor der Ethikkommission aussagen müssen.

Der 75-Jährige war von Bin Hammam beschuldigt worden, von dem Korruptionsvorwurf gewusst, ihn aber nicht angezeigt zu haben. Die Kommission unter Vorsitz des Namibiers Petrus Damaseb kam jedoch zu dem Schluss, dass bei dem Schweizer nicht von einem Vergehen auszugehen sei. Für Montagabend hat Blatter eine Erklärung angekündigt.

bka/sid/dpa

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