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01. November 2013, 17:32 Uhr

Phantomtor

Blatter lobt DFB-Urteil und fordert Torlinientechnologie

"Besser früher als später": Fifa-Präsident Joseph Blatter fordert nach dem Phantomtreffer von Stefan Kießling die Einführung moderner Hilfsmittel wie der Torlinientechnologie. Die Entscheidung, die Partie nicht zu wiederholen, sei aber das einzig richtige Urteil gewesen.

Hamburg - Joseph Blatter ist nicht in erster Linie für seinen Hang zur Modernität bekannt. Der Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa tat sich vielmehr lange als Gegner der Einführung von Videobeweis, Torlinientechnik und Co. hervor. Seit dem 27. Juni 2010 ist das anders, seit dem nicht gegebenen Treffer von Frank Lampard im WM-Achtelfinale zwischen Deutschland und England (4:1). Das schreibt Blatter in seiner Kolumne im Fifa-Magazin "The Weekly" - und fordert die schnellstmögliche Einführung technischer Hilfsmittel.

Damals wie auch noch heute galt die Tatsachenentscheidung - das bekam jüngst 1899 Hoffenheim zu spüren. Die vieldiskutierte Entscheidung des DFB-Sportgerichts, das Spiel von Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen (1:2) trotz des irregulären Treffers von Kießling nicht zu wiederholen, lobte Blatter in seiner Kolumne als "einzig vernünftiges Urteil", doch nun müsse man aktiv werden: "Alle großen Ligen und Wettbewerbe haben jetzt die Verantwortung, Torlinientechnologie einzuführen, besser früher als später."

Wäre Hoffenheims Einspruch gegen die Wertung der Partie stattgegeben worden, hätte dies "unvorhersehbare Konsequenzen" gehabt, so Blatter. Jede Schiedsrichter-Tatsachenentscheidung hätte demnach nach einem Spiel in Frage gestellt werden können.

luk/dpa

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