Krise des Fußball-Weltverbands Fifa-Pressechef tritt zurück

Die Fifa-Krise fordert ihr nächstes Opfer: Pressechef Walter De Gregorio hat seinen Abschied verkündet. Bis Ende des Jahres will er dem Weltverband beratend zur Seite stehen.

De Gregorio: Erklärte sofortigen Rücktritt
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De Gregorio: Erklärte sofortigen Rücktritt


Der Fußball-Weltverband Fifa verliert einen weiteren leitenden Angestellten: Mediendirektor Walter De Gregorio hat seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Bis Ende des Jahres will er der Fifa noch als Berater zur Verfügung stehen.

Sein Stellvertreter Nicolas Maingot wird interimsweise die Medienabteilung führen. "Walter hat die letzten vier Jahre unglaublich hart gearbeitet, und wir sind ihm dafür sehr dankbar. Ich bin froh, dass wir bis Ende des Jahres auf seine Expertise zurückgreifen können", sagte Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke.

De Gregorio hatte am 14. September 2011 seine Stelle bei der Fifa angetreten. Am Montag hatte er in einer Talkshow des Schweizer Senders SRF 1 noch gutgelaunt einen Witz erzählt: "Sepp Blatter - der Fifa-Präsident -, sein Kommunikationschef und der Generalsekretär sitzen im Auto. Wer fährt? Die Polizei."

Ende Mai, zwei Tage vor dem Kongress des Weltverbands, hatte die Schweizer Polizei sieben Fifa-Funktionäre wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Korruption festgenommen, Auslöser dafür waren Ermittlungen der US-Staatsanwaltschaft.

Fifa-Präsident Joseph Blatter wurde trotz der Krise zunächst wiedergewählt, vier Tage später erklärte er jedoch seinen Rücktritt. Sein Nachfolger soll auf einem Sonderkongress gewählt werden, voraussichtlich am 16. Dezember in Zürich.

EU-Parlament fordert sofortigen Blatter-Abgang

Den EU-Parlamentariern dauert das zu lange. Sie fordern den unverzüglichen Abgang von dessen Präsident Joseph Blatter gefordert. Die Fifa müsse die Konsequenz aus dem Korruptionsskandal ziehen und Blatter "umgehend" ablösen, verlangte das Parlament in einer Entschließung.

Dazu müsse "auf transparente Weise" ein Übergangspräsident ausgewählt werden. Der Text wurde von allen sieben Fraktionen gemeinsam eingereicht und mit sehr großer Mehrheit verabschiedet.

cte/sid

insgesamt 8 Beiträge
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blinblin 11.06.2015
1. Humor ist ...
Letzten Montag hat WdG noch seinen Lieblingswitz im Schweizer Fernsehen zum Besten gegeben: "Wenn Sepp Blatter, sein Kommunikationschef und der Generalsekretär zusammen in einem Auto sitzen, wer fährt dann? - Die Polizei"
AllesKlar2014 11.06.2015
2. Was haben FIFA und die TITANIC gemeinsam?
beide so lustig und absolut unsinkbar vor sich hingeschippert... bis er Eisberg bzw. die eiskalte US-amerikanische Justizministerin sie erst gerammt und dann versenkt haben. Weder die Titanic noch die FIFA läßt sich nach diesem Ramstoß reparieren. Die FIFA ist nicht nur beschädigt...Glauben Sie mir, die FIFA wird sinken.
willuw 11.06.2015
3. Das EU-Parlament
soll erstmal die Probleme lösen, für die es zuständig ist. Bei der FIFA hat es nix zu melden.
mike301243 11.06.2015
4. Nützt auch nichts!
Die amerikanische Justizministerin ist ihm schon im Nacken!
fam.weber11 11.06.2015
5. Augen auf bei der Wortwahl
Lese ich da wirklich Opfer? SPON also macht die Täter jetzt zu Opfer. Bitte etwas mehr Sensibilität im Umgang mit der organisierten Kriminalität.
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