Zum Inhalt springen

Festgenommener Fifa-Funktionär Figueredo wird an Uruguay ausgeliefert

Sieben Monate nach seiner Festnahme wird Eugenio Figueredo an sein Heimatland Uruguay ausgeliefert. Dem ehemaligen Fifa-Vizepräsident wird vorgeworfen, seine Ämter zur persönlichen Bereicherung missbraucht zu haben.
Ehemaliger Fifa-Funktionär Figueredo: Auslieferung in die Heimat steht an

Ehemaliger Fifa-Funktionär Figueredo: Auslieferung in die Heimat steht an

Foto: Jorge Adorno/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der frühere Fifa-Vizepräsident Eugenio Figueredo wird im Zuge des Skandals um den Fußball-Weltverband an Heiligabend an sein Heimatland Uruguay ausgeliefert. Dies gab seine Anwältin bekannt. Der 83-Jährige war am 27. Mai zusammen mit sechs weiteren Fifa-Funktionären nach einem Haftersuch der USA festgenommen worden, zu einer Auslieferung an die Vereinigten Staaten kam es in seinem Fall aber nicht.

Figueredo sitzt in Zürich in Auslieferungshaft, auch in Uruguay kommt er ins Gefängnis. Ein Antrag auf Hausarrest in seiner Heimat wurde abgelehnt. Dies teilte Staatsanwalt Juan Gomez der Tageszeitung "El Pais" mit. Uruguay hatte im Anschluss an die Festnahme Figueredos beim Schweizer Bundesamt für Justiz auch eine Auslieferung beantragt. Dieser hatte Figueredo zugestimmt.

Figueredo ist ehemaliger Präsident des Kontinentalverbands für Südamerika Conmebol. Ihm wird in den USA vorgeworfen, sein Amt zur persönlichen Bereicherung missbraucht zu haben. Er soll bei der Vergabe von Marketingrechten an ein US-Sportvermarktungsunternehmen Bestechungsgelder in Millionenhöhe entgegengenommen haben.

krä/sid