Fifa-Skandal FBI untersucht offenbar auch WM-Vergabe nach Russland und Katar

Das FBI will wohl nicht nur gegen Sepp Blatter ermitteln, sondern auch die Vergabeverfahren für die Weltmeisterschaften prüfen. Blatters Generalsekretär fühlt sich nicht schuldig und schließt seinen Rücktritt aus.
Sepp Blatter (Archiv): FBI ermittelt

Sepp Blatter (Archiv): FBI ermittelt

Foto: Ennio Leanza/ dpa

Die Ermittlungen der US-Behörde FBI sollen sich nun auch mit den Vergabeverfahren für die Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar beschäftigen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen mit dem Vorgang vertrauten Insider.

Der Beamte, der anonym bleiben wollte, berichtete demnach, dass das FBI ermitteln wolle, ob es bei den Vergabeverfahren zu illegalen Geldzahlungen gekommen sei. In der Nacht zum Mittwoch war bekannt geworden, dass das FBI gegen Sepp Blatter ermitteln will.

Schweizer Behörden hatten am 27. Mai sieben hochrangige Fußball-Funktionäre in Zürich in Auslieferungshaft genommen. Auch als Konsequenz aus diesem Skandal hatte Fifa-Präsident Blatter am Dienstag seinen Rücktritt angekündigt.

Auch die US-Regierung in Washington nahm dazu Stellung: "Der Wechsel an der Spitze der Fifa ist eine Chance für den Weltverband", hieß es aus dem Weißen Haus. Die Fifa könne so ihr Image wieder verbessern.

Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke hat seinen Rücktritt ausgeschlossen: Er fühle sich nach den medialen Anschuldigungen im Korruptionsskandal "nicht schuldig", sagte er in einem Radiointerview. Valcke ist bekannt als "rechte Hand" Blatters. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich fühle mich nicht schuldig, deshalb muss ich noch nicht einmal meine Unschuld beweisen", sagte er weiter. "Es gibt keinen Grund, warum ich nicht Generalsekretär bleiben sollte."

kry/Reuters
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