Fifa-Skandal Conmebol-Funktionär stellt sich der Polizei

Im südamerikanischen Fußballverband lichten sich die Reihen: Jetzt hat sich der frühere Generalsekretär des Verbandes der Polizei gestellt. Auch er wird im Fifa-Skandal der Bestechung verdächtigt.

Ex-Generalsekretär Meiszner: Nächstes Opfer im Fifa-Skandal
AFP

Ex-Generalsekretär Meiszner: Nächstes Opfer im Fifa-Skandal


Die Liste der Fifa-Funktionäre in Polizeigewahrsam wird immer länger. Am Mittwoch hat sich José Luis Meiszner in seiner argentinischen Heimat den Justizbehörden gestellt. Das berichten lokale Medien. Der frühere Generalsekretär des südamerikanischen Verbandes Conmebol, der erst vor wenigen Tagen von seinem Amt zurückgetreten war, wird von den US-Behörden der Bestechung beschuldigt. Meiszner hat sich in einem Vorort der Hauptstadt Buenos Aires in die Hände der Polizei begeben.

Meiszner gehört zu den 16 Funktionären des Fußball-Weltverbandes, deren Anklagen in der vergangenen Woche vom US-Justizministerium in Washington öffentlich gemacht wurden. Es geht um Bestechung in Millionenhöhe. Alle Verdächtigen gehören der Conmebol oder der Concacaf (Kontinentalverband für Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik) an.

Bisher befinden sich bereits Manuel Burga (ehemaliger Präsident des peruanischen Verbandes), Ecuadors Verbandsboss Luis Chiriboga, Hector Trujillo (Generalsekretär des guatemaltekischen Verbandes) sowie die Fifa-Vizepräsidenten Juan Angel Napout (Paraguay) und Alfredo Hawit (Honduras) in Polizeigewahrsam.

Fotostrecke

8  Bilder
Fifa-Skandal: Vom Geben und Nehmen

aha/sid



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Mikrohirn 09.12.2015
1. Bestechung?
Was ich nicht kapiere: Bestechung ist ein juristischer Begriff. In Deutschland z.B. kommt Bestechung nur im Zusammenhang mit Beamtentum vor. Wieso ist es in einem Privatverein wie der FIFA einem Funktionär verboten, Geld anzunehmen und nach welchem nationalen Recht. Dem der USA? Wenn die Geldannahme gar nicht dort stattgefunden hat? Vielleicht ist es unanständig, aber das allein rechtfertigt keine Strafverfolgung.
mathias.schmid 09.12.2015
2. Funktionäre aus nord-, mittel- und Südamerika
Die verhafteten Funktionäre sind/waren mal primär Funktionäre der Conmebol und der Concacaf - also aus Nord- und Südamerika. Nach dem heutigen Wissen hat das Fehlverhalten auch im Namen dieser Kontinentalverbände stattgefunden. Dass diese Funktionäre als Vertreter dieser Kontinentalverbände in die FIFA-Organe entsandt wurden, dafür kann man z.B. Herr Blatter nicht verantwortlich machen. Darum ist das auch primär ein Skandal der nord-, mittel und südamerikanischen Fussballverbände und nicht der FIFA.
im Exil 09.12.2015
3. Sergio Jadue
Das interessante daran ist ja, dass all diese Festnahmen kurz nach der Ausreise von Sergio Jadue in die USA zustandegekommen sind. Sergio Jadue war bis vor etwa 3 Wochen der Präsident des chilenischen Fussballverbandes ANFP und ist in den Genuss der Kronzeugenregelung gekommen. Und siehe da, kaum ist der Herr in den USA, kommt eine Festnahme nach der anderen. Liebe Spon-team, wäre interessant, ob ihr herausfinden könntet, ob da ein Zusammenhang besteht. Mir erscheint es zumindest so ;-)
pb-sonntag 09.12.2015
4. Jetzt wird es aber auch Zeit, Herr Beckenbauer,
Welche Rolle Sie bei der Vergabe der WM 2006, 2018 und 2022 gespielt haben. Dazu bedarf es aber Charakter, den Sie nicht zu haben scheinen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.