Unerlaubte Einmischung der Politik Fifa suspendiert Nigerias Fußballverband

Nigerias Fußballverband NFF ist vorerst nicht mehr Fifa-Mitglied. Grund: Die Regierung des westafrikanischen Landes hatte in der Vorwoche NFF-Funktionäre beurlaubt - eine vom Fußballweltverband nicht geduldete Einmischung der Politik.

Nigerianische Nationalspieler: Vorerst keine internationalen Kontakte
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Nigerianische Nationalspieler: Vorerst keine internationalen Kontakte


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Die Fifa hat den nigerianischen Verband NFF mit sofortiger Wirkung und bis auf Weiteres suspendiert. Der Fußball-Weltverband reagierte damit auf die laut Fifa-Statuten unerlaubte Einmischung der Regierung des westafrikanischen Staates.

Das Dringlichkeitskomitee des Weltverbands reagierte auf die Festnahme des nigerianischen Verbandspräsidenten Aminu Maigari nach der Rückkehr des Teams von der Weltmeisterschaft in Brasilien. Zudem seien Mitglieder der NFF-Exekutive unerlaubterweise von ihren Aufgaben entbunden und durch einen Beamten der öffentlichen Verwaltung ersetzt worden.

Während der Suspendierung sind sämtlichen Teams aus Nigeria internationale sportliche Kontakte untersagt. Die Suspendierung werde erst aufgehoben, sobald das ordnungsgemäß gewählte NFF-Exekutivkomitee wieder ohne Einflussnahme auf seine Geschäfte arbeiten könne, hieß es.

Direkte Auswirkungen könnte der Ausschluss zuerst auf die Teilnahme der nigerianischen U20-Juniorinnen an der WM im August haben, sollte die Suspendierung nicht bis zum 15. Juli wieder aufgehoben werden.

Nigeria war bei der WM in Brasilien im Achtelfinale an Frankreich (0:2) gescheitert. Nationaltrainer Stephen Keshi hatte danach trotz eines bis Ende 2015 laufenden Vertrages seinen Rücktritt erklärt.

Bereits 2010 hatte die Fifa den nigerianischen Verband wegen der Einmischung der Regierung vorübergehend suspendiert.

chp/dpa/sid



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