Nach Fifa-Entscheid Niersbach verkündet Rückzug von Fußball-Ämtern

Es ist die logische Folge der Ablehnung seiner Berufung durch die Fifa: Der ehemalige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wird von all seinen Fußball-Ämtern zurücktreten. 

Wolfgang Niersbach
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Wolfgang Niersbach


Der ehemalige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach will nach der Bestätigung seiner Einjahressperre durch die Fifa seine verbliebenen Ämter in allen internationalen Fußball-Gremien aufgeben. Das teilte Niersbach in einer persönlichen Erklärung mit. Der 66-Jährige tritt unter anderem aus dem Council des Fußball-Weltverbands zurück.

"Ich habe für mich entschieden, nicht mehr den internationalen Sportgerichtshof Cas anzurufen, sondern vielmehr die persönliche Konsequenz zu ziehen, meine Ämter in den internationalen Gremien aufzugeben", schrieb Niersbach: "Im Fifa-Council bin ich noch bis 2019 gewählt, doch dieser Platz sollte angesichts der vielen wichtigen Themen nicht länger unbesetzt bleiben, weswegen ich sofort zurücktrete."

Niersbach hatte zuvor die Führungsspitze des Deutschen Fußball-Bunds sowie telefonisch auch Fifa-Präsident Gianni Infantino und Uefa-Generalsekretär Theodore Theodoridis über seinen Schritt informiert.

Grundlage der Sperre war der Untersuchungsbericht zum Skandal um die WM 2006. Aus diesem geht hervor, dass Niersbach mehrere Monate vor der Aufdeckung der Affäre von einer dubiosen Zahlung von 6,7 Millionen Euro des deutschen WM-Organisationskomitees erfahren haben muss. Er informierte darüber aber weder seine Präsidiumskollegen beim Deutschen Fußball-Bund noch die Ethikhüter der Fifa. Dies sei ein Verstoß gegen den Ethikcode.



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