Fifa-Entscheidung WM 2014 mit Torlinientechnik GoalControl

Test bestanden - so lautet das Fazit des Fußball-Weltverbands zur Torlinientechnik GoalControl, die beim Confed Cup in Brasilien getestet wurde. Deshalb soll das System auch bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr eingesetzt werden.

Strittige Szene bei der WM 2010: Im kommenden Jahr erstmals Torlinientechnik
DPA

Strittige Szene bei der WM 2010: Im kommenden Jahr erstmals Torlinientechnik


Hamburg - Die beim Confed Cup erstmals eingesetzte Torlinientechnik GoalControl wird auch bei der WM 2014 genutzt werden. "Wir wollten sehen, wie es funktioniert - und es hat gut funktioniert. Und wenn etwas funktioniert, warum sollte man es dann verändern?", sagte Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke. Das System GoalControl einer gleichnamigen Firma aus Würselen in der Nähe von Aachen hatte sich gegen drei Mitbewerber durchgesetzt. 2014 in Brasilien wird damit erstmals bei einer WM-Endrunde Torlinientechnik eingesetzt.

Der englische Schiedsrichter Howard Webb sagte, dass es aus Sicht der Referees keinen Grund gebe, nach einer anderen Lösung zu suchen. Für die Unparteiischen sei GoalControl ein voller Erfolg. "Wir empfangen dieses System mit offenen Armen, weil es uns das Leben leichter macht. Es ist eine wunderbare Hilfe und absolut zuverlässig", sagte Webb stellvertretend für seine Kollegen.

Zwar sei das System bei der "Mini-WM" keinem ernsthaften Test unterzogen worden, weil es keine strittige Szene gab. "Aber wir haben jetzt Sicherheit, und das ist wichtig für uns", sagte Webb. Die Entscheidung "Tor oder nicht Tor" liege aber nach wie vor in den Händen der Unparteiischen, meinte er: "Aber wir haben vollstes Vertrauen in die Technik."

tpr/sid



insgesamt 5 Beiträge
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Klaus.Freitag 02.07.2013
1. Videobeweis sinnvoller
Zitat von sysopDPATest bestanden - so lautet das Fazit des Fußball-Weltverbandes zur Torlinientechnik GoalControl, die beim Confed Cup in Brasilien getestet wurde. Deshalb soll das System auch bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr eingesetzt werden. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fifa-wm-2014-mit-torlinientechnik-goalcontrol-a-908972.html
Die Frage, ob ein Ball die Torlinie überschritten hat oder nicht, ist doch -im vergleich zu anderen gravierenden Entscheidungen- doch relativ selten zu klären. Dennoch ist die Einführung einer technuikunterstützten Torlinienüberwachung sicherlich sinnvoll und wird ja erfolgreich in anderen Sportarten praktiziert. Man müsste eher formulieren, dass die FIFA endlich ein Stück Rückständigkeit aufgibt. Wesentlich wichtiger wäre aber die Einführung des Videobeweises und die damit verbundene Möglichkeit, diesen auch während des Spiels ein bis zwei Mal abzurufen, so, wie es im Hockey erfolgreich praktiziert wird. Somit könnten Abseitsstellungen oder Foul-/Handspiele oder andere Irregularien, die schon wesentlich öfter als das "Linientor" Spiele entschieden haben, besser erkannt und Fehlentscheidungen adhoc korigiert werden.
TheDjemba 02.07.2013
2. @Klaus.Freitag
Was bei geschickter Nutzung dann mehrere Elfmeter pro Spiel zur Folge hätte, auch wenn man die Zahl der Videobeweise pro Mannschaft reguliert. Ob das dann so sinnvoll ist?
Derwisch 02.07.2013
3. Videobeweis
Anders als im Tennis, wo die Spieler zwei unberechtigte Challenges frei haben, liegt die Nutzung des Videobeweises beim Eishockey im Ermessen des Schiedsrichters. Warum nicht auch so beim Fußball?
FairPlay 02.07.2013
4. Unbeiirbar
Ob Tor oder nicht Tor darf nicht länger durch Schiedsrichter oder Seitenschiedsrichter entschieden werden. Selbst Torlinienrichter haben kein befriedigendes Ergebnis gebracht. Es kann und darf nicht sein, dass eine gute Mannschaft durch einen schlechten Schiedsrichter verliert.
austübingen 04.07.2013
5. Moment
Zitat von TheDjembaWas bei geschickter Nutzung dann mehrere Elfmeter pro Spiel zur Folge hätte, auch wenn man die Zahl der Videobeweise pro Mannschaft reguliert. Ob das dann so sinnvoll ist?
Wenn ein Videobeweis einen Elfmeter zur Folge hätte, dann doch nur deshalb, weil es der Sachverhalt so impliziert. Was wiederum bedeuten würde, dass der EM berechtigt wäre und nur durch Zufall oder andere Umstände vom SR nicht als solcher erkannt wurde. Folgender Fall: Foul oder Handspiel im Strafraum - dem SR ist die Sicht verstellt, seine LR sind zu weit weg o.ä. - objektiv und für alle am TV sichtbar wäre der EM berechtigt. Stünde der SR 20 cm weiter links oder rechts wäre er auch gepfiffen worden. Wo liegt also das Problem? Wenn beide Teams 1-2 x je Spiel oder Halbzeit den Videobeweis anfordern könnten würde der Spielfluss kaum mehr darunter leider als heute durch die theatralischen Verletzungsdarbietungen. Wir reden von 1-2x in 45 Minuten. Als ob da DFB und Fifa keine Disziplin rein bekommen könnten, wenn sie wollten. Woanders geht es doch auch. Eine zügige Durchführung würde kaum länger als eine Verletzungs- oder Auswechslungsunterbrechung dauern. Das sollte es uns wert sein. Man hat ja schließlich auch mal andere Regeln eingeführt oder verändert (Auswechselspieler, Torpfostenform, Karten, uvm).
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