Finanznot in Bielefeld Profis warten auf ihr Gehalt

Die finanzielle Situation beim Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld spitzt sich zu. Wegen aktueller Liquiditätsprobleme soll die Zahlung der Februar-Gehälter für die Profis der Ostwestfalen ausgeblieben sein. Der Verein sucht händeringend nach Einnahmequellen.


Verzweifelte Armina-Fans: Droht dem Verein das finanzielle Aus?
DDP

Verzweifelte Armina-Fans: Droht dem Verein das finanzielle Aus?

Bielefeld - Die Februar-Gehälter konnte die Arminia bisher nicht ausbezahlen. Jedoch bemühe sich der Verein, seinen Verpflichtungen so schnell wie möglich nachzukommen, heißt es in der Zeitung "Neue Westfälische", die auf eine entsprechende Benachrichtigung an die Spieler Bezug nimmt. Bereits im Herbst vergangenen Jahres waren die Gehälter um 30 Prozent gekürzt worden. Nach langem Gerangel hatten sich die Parteien damals auf eine Kürzung und Stundung geeinigt.

Nach Auskunft der Club-Verantwortlichen sei im aktuellen Fall eine erwartete größere Einnahme ausgeblieben. Dazu Aufsichtsrats-Chef Hans-Hermann Schwick: "Wir haben immer gesagt, dass es nach dem Bundesliga-Abstieg schwer werden würde. Da kann es schon mal zu Verzögerungen kommen." Probleme bei der Lizenzvergabe für die kommende Saison sehen die Verantwortlichen angeblich nicht.

Dennoch soll der Etat besonders im Bereich der Personalkosten weiter reduziert werden. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder, der am 1. März den Trainerjob von Benno Möhlmann übernahm, steht derzeit auf Platz sechs der zweiten Liga. Der Rückstand auf die Aufstiegsplätze beträgt derzeit fünf Punkte. Aufgrund der finanziellen Situation wurden alle Verhandlungen um Vertragsverlängerungen mit Spielern vertagt.

Bereits im Januar hatte sich die Arminia weitere Einnahmemöglichkeiten erschlossen und die Namensrechte an der altehrwürdige "Bielefelder Alm" verkauft. Nach einem Bielefelder Bausystem-Unternehmen heißt das Stadion bis mindestens 2007 "Schüco"-Arena. Nun bemühen sich die Arminen um einen neuen Trikotsponsor. Der bestehende Vertrag mit dem Textilunternehmen "kik" läuft am Ende der Saison aus.



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