Flaschenwurf Atlético entschuldigt sich für eigene Fans

Einen Tag nach dem Chaosspiel folgte die Reaktion: Atlético Madrid hat offiziell Abbitte geleistet für das Verhalten der eigenen Fans. Das Duell der Primera División gegen den FC Sevilla war durch Ausschreitungen wütender Heimfans unterbrochen worden.


Madrid - "Nach den Vorfällen im Spiel gegen den FC Sevilla möchte sich Atlético Madrid gern entschuldigen", hieß es in einer Mitteilung des spanischen Clubs auf seiner Homepage. Der Torwart der Gäste, Andrés Palop, war von Atlético-Anhängern im Vicente-Calderón-Stadion mit Wurfgeschossen bombardiert worden, darunter eine halb volle Whisky-Flasche. Der 32-Jährige sei auch von einer Bierdose und einem Feuerzeug getroffen worden, berichtete die spanische Presse.

Sevilla-Torhüter Palop: Offizielle Entschuldigung des Gegners
AFP

Sevilla-Torhüter Palop: Offizielle Entschuldigung des Gegners

Auslöser der Ausschreitungen war der 1:0-Siegtreffer der Elf aus Sevilla eine Viertelstunde vor Spielende. Der Unparteiische Miguel Angel Ayza hatte das Tor von Antonio Puerta zunächst wegen Abseitsposition annulliert, seine Entscheidung nach einer Besprechung mit dem Linienrichter jedoch revidiert.

Angesichts der dann folgenden Randale entschloss sich der Schiedsrichter, das Spiel abzubrechen, ließ sich schließlich aber umstimmen. Als er die Partie wieder anpfiff, war der Großteil der 25.000 Zuschauer bereits gegangen. In der auch auf dem Rasen ruppigen Partie stellte Ayza gleich drei Atlético-Spieler vom Platz: Sowohl Peter Luccin als auch Luis Amaranto Perea und der ehemaliger Wolfsburger Martin Petrov sahen die Gelb-Rote Karte.

Sevilla verbesserte sich auf den fünften Platz (48 Punkte). Für Madrid (42 Zähler) ist die Niederlage nicht nur ein herber Rückschlag im Kampf um die Uefa-Cup-Plätze, ihm droht wegen der Gewaltszenen nun auch noch eine harte Strafe.

pav/goe/dpa 



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