Folgenschweres Foul Verletzter VfL-Profi Concha fällt vier Monate aus

Verteidiger Matias Concha wird dem VfL Bochum nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch aus dem Spiel gegen Union Berlin lange fehlen. Der Schwede wurde operiert und muss noch einige Tage im Krankenhaus verbringen. Der Übeltäter zeigt Reue.

VfL-Verteidiger Concha (liegend): Ein Tritt, vier Monate Pause
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VfL-Verteidiger Concha (liegend): Ein Tritt, vier Monate Pause


Hamburg - Der Bochumer Zweitliga-Profi Matias Concha ist nach dem Foul von Macchambes Younga-Mouhani noch in der Nacht zum Dienstag in Berlin operiert worden. Nach Angaben des Vereins wird der 30 Jahre alte Verteidiger noch einige Tage im Krankenhaus verbringen müssen. VfL-Mannschaftsarzt Karl-Heinz Bauer rechnet frühestens im April des kommenden Jahres mit Conchas Rückkehr.

Der Abwehrspieler hatte sich am Montag während der Zweitligapartie zwischen dem VfL Bochum und Union Berlin schwer verletzt. Bei einem Foul des Union-Profis Macchambes Younga-Mouhani brach sich der ehemalige schwedische Nationalspieler Schien- und Wadenbein und musste in der 50. Minute ausgewechselt werden.

"In der Situation hält Mac (Younga-Mouhani, d. Red.) ein bisschen drüber, um selber nicht verletzt zu werden. Dass er ihn nicht absichtlich verletzen wollte, steht für mich außer Frage", sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus zu der Aktion. Der Mittelfeldspieler sei normalerweise ein fairer Akteur. Bochums Trainer Friedhelm Funkel kritisierte zwar die "etwas rüde" Attacke des Berliners, unterstellte ihm aber ebenfalls keinen Vorsatz: "Er wollte Matias mit Sicherheit nicht verletzen."

Nach dem Spiel war es am VfL-Mannschaftsbus noch zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Younga-Mouhani und Bochums Torwarttrainer Peter Greiber gekommen. Ordner und Polizei hatten aber geschlichtet.

Younga-Mouhani will nun noch einmal im Krankenhaus mit dem Verletzten sprechen. Über seinen Verein hat er sich erkundigt, ob und wann er Concha besuchen kann. "Ich möchte mich unbedingt noch einmal persönlich bei ihm entschuldigen und ihm gute Besserung wünschen", sagte der Mittelfeldspieler: "Wenn ich könnte, würde ich diese Verletzung gern ungeschehen machen, leider ist das nicht möglich."

Schon unmittelbar nach dem Spiel hatte er seine Reue zum Ausdruck gebracht: "Das tut mir wirklich leid. Das ist Sport, einer von uns beiden wollte an den Ball kommen. Aber wenn man es jetzt so sieht, ist es brutal", sagte der 36-Jährige, nachdem er sich die Fernsehbilder angeguckt hatte.

bka/sid/dpa



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Seite 1
.link 07.12.2010
1. .
"Das ist Sport, einer von uns beiden wollte an den Ball kommen." Ja, und Macchambes Younga-Mouhani wars anscheinend nicht. Unglaublich, mit 20 Meter anlauf an der Mittellinie. Völlig (tor-)ungefährliche Situation und dann so "ein bisschen drüber" zuhalten. Und das beste: Da stehen im Umkreis von 10 Metern ein Schiedsrichter, ein vierter Offizieller, ein Schiedsrichterassistent. Und ihre Reaktion: Keine Karte, nicht mal Freistoß für den VFL, sondern Freistoß für Union.
tomkey 07.12.2010
2. Sperre
Zitat von sysopVerteidiger*Matias Concha wird dem VfL Bochum*nach*seinem Schien- und Wadenbeinbruch*aus dem Spiel gegen Union Berlin lange fehlen. Der Schwede wurde operiert und*muss*noch einige Tage*im*Krankenhaus verbringen. Der Übeltäter zeigt Reue. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,733336,00.html
der spieler sollte genauso lange gesperrt bleiben wie concha verletzt ist. ein anzeige wegen körperverletzung würde auch der ganzen sache der nötige schwere des fouls gerecht werden und andere spieler vor solchen fouls warnen. auf dem video ist außerdem zu sehen, dass das brutale foul absicht gewesen ist. der spieler geht mit gestreckten fuss eindeutig zum herangrätschenden spieler. dieser versucht wenigstens den ball zu erreichen, der unioner steigt dagegen nur mit gestreckten fuss in richtung gegenspieler ein. http://www.youtube.com/watch?v=FDrzYIFJ2ro&feature=related
Mulharste, 07.12.2010
3. -
Zitat von .link"Das ist Sport, einer von uns beiden wollte an den Ball kommen." Ja, und Macchambes Younga-Mouhani wars anscheinend nicht. Unglaublich, mit 20 Meter anlauf an der Mittellinie. Völlig (tor-)ungefährliche Situation und dann so "ein bisschen drüber" zuhalten. Und das beste: Da stehen im Umkreis von 10 Metern ein Schiedsrichter, ein vierter Offizieller, ein Schiedsrichterassistent. Und ihre Reaktion: Keine Karte, nicht mal Freistoß für den VFL, sondern Freistoß für Union.
Dass hab ich allerdings auch nciht verstanden.
S.Geiss 07.12.2010
4. Stimmt
Zitat von tomkeyder spieler sollte genauso lange gesperrt bleiben wie concha verletzt ist. ein anzeige wegen körperverletzung würde auch der ganzen sache der nötige schwere des fouls gerecht werden und andere spieler vor solchen fouls warnen. auf dem video ist außerdem zu sehen, dass das brutale foul absicht gewesen ist. der spieler geht mit gestreckten fuss eindeutig zum herangrätschenden spieler. dieser versucht wenigstens den ball zu erreichen, der unioner steigt dagegen nur mit gestreckten fuss in richtung gegenspieler ein. http://www.youtube.com/watch?v=FDrzYIFJ2ro&feature=related
Volle Zustimmung! Das Problem ist doch, dass die Fußballer schlimmsten Falls mit einer roten Karte rechnen können, meist jedoch werden auch solche Fouls nur relativ "milde" bestraft - Motto: wollt ich nicht, tut mir leid, pech gehabt.
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