Exklusive Dokumente In diesen E-Mails plant Manchester City den Regelbruch

Manchester City hat offenbar Sponsorenverträge aus Abu Dhabi mit verdeckten Finanzspritzen aufgepumpt und dadurch höhere Einkünfte vorgetäuscht. Der SPIEGEL zeigt Ausschnitte aus dem Football-Leaks-Datenmaterial.

Manchester City hat gegen die Regeln des Financial Fair Play (FFP) der Uefa verstoßen und dafür im Jahr 2014 eine milde Strafe kassiert. Doch den Verbandsermittlern blieb damals das wahre Ausmaß der Tricksereien verborgen. Demnach hat der englische Klub offenbar deutlich höhere Einkünfte vorgetäuscht, um sich auch teurere Investitionen und Spielertransfers leisten zu können. Nach FFP-Regeln sollen sich Einnahmen und Ausgaben ungefähr die Waage halten.

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Die Unterlagen der Enthüllungsplattform Football Leaks legen nahe, dass große Teile der Sponsorengelder von Abu-Dhabi-Firmen nicht von den Unternehmen selbst in den Verein flossen. Allein der Hauptsponsor, die renommierte Fluggesellschaft Etihad, zahlte offenbar jahrelang nicht die vertraglich versprochenen Hunderten Millionen Euro - sondern jährlich nur acht Millionen.

Der Rest wurde augenscheinlich vom Klubbesitzer zugeschossen. Etihad hat die Vorwürfe bestritten. Manchester City äußert sich grundsätzlich nicht zu Football-Leaks-Recherchen und erklärt, man sehe sich dem Versuch einer Rufschädigung ausgesetzt. Die dem SPIEGEL vorliegenden Dokumente seien gehackt oder gestohlen und aus dem Kontext gerissen.

SPIEGEL-Enthüllungen im vorigen November hat die Uefa nun zum Anlass genommen, Manchester City erneut näher unter die Lupe zu nehmen. Die Berichte basieren auf vereinsinternen Unterlagen, die die Enthüllungsplattform Football Leaks dem SPIEGEL und dem europäischen Recherchenetzwerk European Investigative Collaborations (EIC) zur Verfügung gestellt hat. Einige Ausschnitte aus diesen Dokumenten sind nun erstmals in der folgenden Bildergalerie einzusehen:

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Football Leaks: So täuschte Manchester City offenbar Sponsoreneinnahmen vor

Foto: DER SPIEGEL
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