Internationaler Sportgerichtshof Wiederaufnahme von Uefa-Ermittlungen gegen PSG gestoppt

Im Rechtsstreit mit der Uefa hat Paris Saint-Germain einen Etappensieg errungen. Wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay wird allerdings weiterhin gegen den französischen Serienmeister ermittelt.

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Der europäische Fußballverband Uefa hat in einer rechtlichen Auseinandersetzung mit Paris Saint-Germain vor dem Internationalen Sportgerichtshof (Cas) eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Uefa hatte versucht, ein Ermittlungsverfahren gegen den französischen Erstligisten wiederaufzunehmen, das bereits abgeschlossen war. Dagegen hatte PSG Protest eingelegt und nun Recht bekommen.

Die Finanzbehörde der Uefa hatte im Juni 2017 bestätigt, dass PSG die Regeln des Financial Fairplay einhalte. Diesen Beschluss wollte der Verband aufheben und wegen neuer Erkenntnisse zu Sponsoren-Verträgen erneut überprüfen lassen. Die Fristen dafür seien laut Cas aber lange überschritten. Dementsprechend sei die Wiederaufnahme des Verfahrens unzulässig.

PSG betonte in einer offiziellen Stellungnahme, dass der Klub "immer die Regeln befolgt und alle Anfragen der Uefa und ihrer Ermittlungskammer ruhig und transparent beantwortet" habe.

Ein weiteres Ermittlungsverfahren läuft noch

Die Entscheidung war erwartet worden, da der türkische Erstligist Galatasaray im Februar in einem ähnlichem Fall Recht bekommen hatte. Allerdings hatte der Cas in dem Zusammenhang auch klargestellt, dass durch das Urteil "die Ziele des Uefa-Lizensierungs- und Financial-Fairplay-Systems nicht in Zweifel gezogen" würden.

Seit der Übernahme durch die katarische Investmentgruppe Qatar Sports Investments (QSI) 2011 steht PSG unter Beobachtung der Uefa. Der SPIEGEL hatte im Rahmen der Football-Leaks-Enthüllungen systematische Verstöße des französischen Serienmeisters gegen das Financial Fairplay aufgedeckt. Gemäß des Uefa-Reglements dürfen Vereine nicht mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen (lesen Sie hier mehr zum Financial Fairplay).

PSG hatte im Sommer 2017 zunächst Neymar für die Rekordablöse von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona und im Anschluss auch noch Kylian Mbappé von AS Monaco verpflichtet. Mbappé wechselte zunächst auf Leihbasis nach Paris, kostete den Verein im folgenden Jahr aber 180 Millionen Euro Ablöse. Die Uefa hatte daraufhin ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den PSG eröffnet, das noch läuft und von der aktuellen Cas-Entscheidung nicht betroffen ist.

mmm/ap



insgesamt 2 Beiträge
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spadoni 20.03.2019
1. Psg
Jetzt, wo Nasser, der Inhaber vom PSG aus Qatar, ins Kommitee der UEFA berufen wurde, kann dem PSG definitiv gar nichts mehr passieren. Wahrscheinlcih hält Nasser auch seine "schützende Hand" über den zweiten financial fairplay Sünder, Manchester City, kommt deren Irhaber aus Abu Dbabi doch aus der gleichen Ecke. Eine Schande wie die UEFA Funktionäre, das gleiche gilt für die FIFA, sich mit viel Geld ködern lassen. Und die anderen Clubs werden durch diese "Bertügereien" massiv benachteiligt!
tafka_neowave 20.03.2019
2. Und die anderen Clubs ...
Zitat von spadoniJetzt, wo Nasser, der Inhaber vom PSG aus Qatar, ins Kommitee der UEFA berufen wurde, kann dem PSG definitiv gar nichts mehr passieren. Wahrscheinlcih hält Nasser auch seine "schützende Hand" über den zweiten financial fairplay Sünder, Manchester City, kommt deren Irhaber aus Abu Dbabi doch aus der gleichen Ecke. Eine Schande wie die UEFA Funktionäre, das gleiche gilt für die FIFA, sich mit viel Geld ködern lassen. Und die anderen Clubs werden durch diese "Bertügereien" massiv benachteiligt!
zitat: "Und die anderen Clubs werden durch diese "Bertügereien" massiv benachteiligt!" Sind sie doch selber Schuld! Und, ich würde weiter gehen und sagen, die sind Teil und damit Stütze des durch und durch korrupten Systems. ich find´s beschämend...
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