Formel 1 Ecclestone glaubt nicht an Rennen in Monza 2016

"Niemand ist unersetzlich": Bernie Ecclestone und die Betreiber der Formel-1-Strecke im italienischen Monza können sich offenbar nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen. Das diesjährige Rennen könnte das vorerst letzte sein.

Formel-1-Boss Ecclestone (l.), Ferrari-Teamchef Arrivabene: Kein Rennen in Monza 2016?
DPA

Formel-1-Boss Ecclestone (l.), Ferrari-Teamchef Arrivabene: Kein Rennen in Monza 2016?


Der Traditionsrennstrecke im italienischen Monza droht im kommenden Jahr die Streichung aus dem Rennkalender der Formel 1. "Wir haben kein Abkommen, es ist ungefähr wie die Situation in Deutschland. Niemand ist unersetzlich. Wir haben prima andere Rennen, die da einspringen können", sagte Ecclestone dem Fachportal speedweek.com. Angeblich hat er schon einen "würdigen Ersatz" für Monza gefunden.

Der Vertrag läuft nach der Saison aus, in diesem Jahr könnte deswegen zum vorerst letzten Mal in Monza gefahren werden. Nach einer Verlängerung des Kontraktes sieht es aktuell nicht aus, da die Veranstalter die nötigen Zusagen in Höhe von 20 Millionen Euro pro Grand Prix nicht machen können.

"Monza muss die gleichen Anforderungen erfüllen wie jeder andere Grand Prix", sagte Ecclestone der "Gazzetta dello Sport": "Ich hatte eine Abmachung mit den Verantwortlichen, aber nichts ist geschehen."

Eine ähnliche Situation hatte in diesem Jahr zur Absage des Deutschland-Rennens auf dem Nürburgring geführt. "Man bezahlt für die Formel 1. Wieso sollte ich Monza bessere Konditionen bieten als zum Beispiel Spa?", sagte der 84-Jährige.

Im kommenden Jahr wird die Formel 1 erstmals in Aserbaidschan Station machen, der Grand Prix in der Hauptstadt Baku werde bestimmt "großartig", sagte Ecclestone, der keine Bedenken im Umgang des umstrittenen Gastgebers mit den Menschenrechten hat. "Wir müssen uns da keine Sorgen machen. Alle werden sich freuen", sagte Ecclestone.

Formel-1-Saison 2015
Die Teams und Fahrer
Mercedes
Lewis Hamilton und Nico Rosberg
Red Bull
Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat
Williams
Felipe Massa und Valtteri Bottas
Ferrari
Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen
McLaren Honda
Fernando Alonso und Jenson Button
Force India
Nico Hülkenberg und Sergio Pérez
Toro Rosso
Max Verstappen und Carlos Sainz jr.
Lotus
Romain Grosjean und Pastor Maldonado
Sauber
Marcus Ericsson und Felipe Nasr
Manor Marussia
Will Stevens und Roberto Merhi
Der Rennkalender
Die Rekorde
Die meisten WM-Titel
Michael Schumacher (7)
Die meisten Grand-Prix-Siege
Michael Schumacher (91)
Die meisten Siege in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 13)
Die meisten Start-Ziel-Siege
Ayrton Senna (19)
Die meisten Podestplätze
Michael Schumacher (155)
Die meisten Podestplätze in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 17)
Die meisten Pole-Positions
Michael Schumacher (68)
Die meisten Pole-Positions in einer Saison
Sebastian Vettel (15)
Die schnellsten Rennrunden
Michael Schumacher (77)
Die meisten Grand-Prix-Starts
Rubens Barrichello (323)

psk/sid



insgesamt 27 Beiträge
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Seite 1
mikle2012 23.04.2015
1. Ecclestone (84)
Der fährt gleich die ganze Formel 1 aus Geldgier vor die Wand. Noch ein paar Diktatoren und Scheichs und das war es dann...
jewiberg 23.04.2015
2. Würdiger Ersatz.
Das heißt doch in Ekklestones Augen nur "finanziell würdig". Die Tradition der F1 interessiert ihn doch nur solange er das Maximum aus dem Veranstalter herrauspressen kann. Irgendwann gibt es nur noch F1 Rennen in Übersee oder bei publicitygeilen Diktatoren auf in die Wildnis geklatschten Langweilstrecken. Dann sind aber auch die Zuschauer weg und große Konzerne wie Daimler und Fiat werden ihren finanzielles Einsatz sicher auch in Frage stellen. Was die Umweltschützer nicht geschaft haben, wird Herr E. schaffen: die F1 zu beerdigen.
hapebo 23.04.2015
3. Und Tschüss!
Ja dann soll er halt in Timbuktu fahren,es interessiert eh keinen mehr was dieser Zirkus vollbringt.Der Mann überschätzt sich,so wichtig ist er nicht.
walter_e._kurtz 23.04.2015
4. you have to know, when you have to fold
Zitat von mikle2012Der fährt gleich die ganze Formel 1 aus Geldgier vor die Wand. Noch ein paar Diktatoren und Scheichs und das war es dann...
...und Bernie hat den Zeitpunkt zum Absprung längst verpaßt. Die F1 mag viele Baustellen haben, aber die hinderlichste ist seit geraumer Zeit der Zampano himself. Zuschauerzahlen am letzten Rennsonntag in Bahrain; 3x.000 - Motorsportbegeisterung pur im Königreich. Und böse Zungen behaupten, selbst diese Zuschauer seien herangekarrt worden... Bin Mal gespannt, ob es Bernie noch zu Lebzeiten schafft, Spa abzusägen. Dann wäre sein Werk vollendet.
gympanse 23.04.2015
5.
Super, dann braucht man nach Monza nur noch Interlagos und Spa abzuschaffen, dann ist gar keine interessante Strecke mehr dabei sondern nur noch Retortenkurse und die verbliebenen traditionellen Strecken wo Überholen schon immer kaum möglich war.
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