Fifa Carrard zum Vorsitzenden der Reform-Taskforce ernannt

Er soll die Fifa zum Guten verändern: François Carrard ist zum Vorsitzenden der Fifa-Reform-Taskforce ernannt worden. Der Schweizer war früher IOC-Generalsekretär.

Sportfunktionär Carrard (l.): Neuer Reformchef der Fifa
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Sportfunktionär Carrard (l.): Neuer Reformchef der Fifa


Der ehemalige IOC-Generaldirektor François Carrard soll die Reformbewegung bei der Fifa anführen. Der 77 Jahre alte Schweizer ist zum Vorsitzenden eines 14 Personen umfassenden Gremiums, der sogenannten Fifa-Reform-Taskforce, ernannt worden. Bis zum Fifa-Kongress am 26. Februar 2016 soll es Vorschläge für umfassende strukturelle Erneuerungen im skandalumtosten Fußball-Weltverband machen.

Carrard wurde nach Gesprächen zwischen allen sechs Kontinentalverbänden berufen, teilte die Fifa mit. Der Schweizer ist ein renommierter Jurist. Beim Internationalen Olympischen Komitee war er an der Aufarbeitung des Korruptionsskandals um die Vergabe der Winterspiele 2002 an Salt Lake City beteiligt.

"Er ist der Richtige, um den Reformprozess voranzubringen", sagte Noch-Fifa-Präsident Joseph S. Blatter, 79, der im kommenden Jahr abgelöst wird: "Wir sind davon überzeugt, dass er der Fifa helfen kann, ihre Strukturen zu stärken - in einer glaubhaften und bedeutsamen Art und Weise."

Der Taskforce gehören neben Carrard je zwei Vertreter jeder Konföderation und zwei Vertreter der Fifa-Sponsoren an. Aus Europa sind Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino und der Direktor der Uefa-Rechtsabteilung Alasdair Bell dabei. Mit Scheich Ahmad al-Fahad al-Sabah, Hany Abo Rida und Constant Omari Selemani sitzen auch drei Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees in der Taskforce. Der aus Südamerika entsandte Gorka Villar ist der Sohn von Fifa-Vizepräsident Ángel María Villar Llona - einem engen Vertrauten von Noch-Fifa-Chef Joseph Blatter.

zaf/dpa/sid



insgesamt 10 Beiträge
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w-hintz 11.08.2015
1. hurra
noch so ein alter sack wie bei der papstwahl ,je älter desto besser. was soll das noch bringen.
tagenbaren 11.08.2015
2. So kann es ja auch nicht weitergehen!
"Wir sind davon überzeugt, dass er der Fifa helfen kann, ihre Strukturen zu stärken - in einer glaubhaften und bedeutsamen Art und Weise." Strukturen stärken? Damit nichts mehr durchsickert und es keine so unappetitlichen Verhaftungen gibt? Ironie off
webstoney 11.08.2015
3.
Zitat von w-hintznoch so ein alter sack wie bei der papstwahl ,je älter desto besser. was soll das noch bringen.
Wollte es auch gerade schreiben. Ü70 ist wohl bei der FIFA Einstellungsmerkmal.
shardan 11.08.2015
4. Vom IOC, so so
Na, dann weiß er ja, wie das geht mit Mauscheleien und so. Am Schluß ist Platini dann Chef vons Ganze und es geht weiter wie bisher.
Freidenker10 11.08.2015
5.
Eine Empfehlung von Blatter sollte eigentlich das ultimative Ko-Kriterium sein!! Aber als IOC Mitglied sollte er auch bestens mit Korruption vertraut sein! Unterm Strich wird sich wohl gar nichts ändern und Blatter wird entlastet, welches wohl sein vorrangiges Ziel sein wird.
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