Tabellenletzter Kramer wird neuer Trainer in Fürth

Frank Kramer ist neuer Cheftrainer des Fußball-Bundesligisten SpVgg Greuther Fürth. Der bisherige U-23-Coach der TSG Hoffenheim tritt die Nachfolge von Mike Büskens an, der vor etwa drei Wochen entlassen worden war.

Fußball-Trainer Kramer: Engagement beim Tabellenschlusslicht
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Fußball-Trainer Kramer: Engagement beim Tabellenschlusslicht


Hamburg - Tabellenschlusslicht Greuther Fürth hat einen neuen Coach: Frank Kramer übernimmt das Amt von Interimstrainer Ludwig Preis. Das bestätigten beide Vereine am Montagnachmittag. Bislang trainierte Kramer die U-23 von 1899 Hoffenheim, er soll seine neue Arbeit bereits an diesem Dienstag aufnehmen. Der 40-Jährige tritt die Nachfolge von Mike Büskens an, der vor rund drei Wochen entlassen worden war. Preis, der die Mannschaft während der zurückliegenden drei Spiele betreut hatte, wird Kramer bis Saisonende als Co-Trainer zur Seite stehen.

"Mit Frank holen wir einen Trainer, von dem wir restlos überzeugt sind", sagte Fürths Vereinspräsident Helmut Hack. Der neue Chefcoach solle auch den kaum noch vermeidbaren "Neuanfang" in der zweiten Liga vorantreiben, im Auswärtsspiel bei Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wird er erstmals auf der Bank sitzen.

Kramer selbst nannte seine Verpflichtung "eine große Chance, mich als Profi-Trainer zu beweisen". Er wolle in Fürth auf den Nachwuchs setzen. "Unser gemeinsamer Weg ist es, mit jungen und talentierten Spielern zu arbeiten", sagte er. Es sei momentan sicherlich keine leichte Situation, "aber wir werden Tag und Nacht arbeiten, um das Beste daraus zu machen".

Hoffenheim hätte Kramer gern behalten

Kramer war in der Zeit von 2003 bis 2005 Spieler bei der zweiten Mannschaft der Fürther und ab 2004 bis 2011 Trainer der U-23 und U-19 des Clubs. Nach der Entlassung von Markus Babbel im Dezember hatte Kramer in Hoffenheim zwei Bundesliga-Spiele als Interimscoach begleitet. Kramer erhält beim designierten Absteiger einen Vertrag bis Juni 2015.

Hoffenheims Manager Andreas Müller sagte, dass man gerne weiterhin mit Kramer zusammengearbeitet hätte. "Nach reiflicher Überlegung sind wir aber zu dem Schluss gekommen, dass wir ihm diese Möglichkeit nicht verwehren wollen".

Fürth steht derzeit mit nur 14 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, der Klassenerhalt scheint kaum noch möglich. Zuletzt verlor der Club gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten Hoffenheimer 0:3.

psk/sid/dpa

insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
hansmaus 11.03.2013
1. hmmm
das ist aber jetzt schon die kleine Lösung wenn man bedenkt das man auch einen Matthäus oder Neururer hätte haben können! Naja wie dem auch sei, viel Glück
ziegenzuechter 11.03.2013
2. find ich klasse
dann steigen ja sogar 2 hoff€nh€im€r ab. manoman ich kann mein glück kaum fassen. endlich schluß mit diesem reagenzglasverein! adios auf nimmer wiedersehen.
Bruder der Zeit 11.03.2013
3. optional
gute Wahl.
labbimen 11.03.2013
4. ...
"Unser gemeinsamer Weg ist es, mit jungen und talentierten Spielern zu arbeiten" - Das war doch vor noch nicht all zu langer Zeit das Credo des Herrn Hopp und der TSG. Und trotzdem lässt man diesen Trainer gehen und deckt sich stattdessen am Wühltisch der Branche mit Trainer und Manager ein, die beide eigentlich als unvermittelbar galten. Vielleicht gabs dafür ja wenigstens einen Lohnkostenzuschuß von der ARGE. Das Experiment Hoffenheim scheint endgültig gescheitert.
derMarkus 11.03.2013
5. Die Zeit ...
wird es zeigen, ob Fürth sich richtig und gut entschieden hat ein eher unbekanntes Gesicht zu verpflichten. Ich wünsche Frank Kramer für seine Profikarriere viel Erfolg, auch wenn der Einstand der Abstieg sein wird. Qualifiziert für diesen Job ist er allemal!!!
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