Bayern München ist Deutscher Meister Zum Abschied endlich die Schale

Die Fußballerinnen des FC Bayern haben erstmals seit 2016 wieder eine Bundesligasaison auf Platz eins beendet. Für Welt- und Europameisterin Simone Laudehr ist es zum Karriereende der erste nationale Titel.
Da ist das Ding für Simone Laudehr

Da ist das Ding für Simone Laudehr

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Sebastian Widmann / Getty Images

Sie ist Weltmeisterin, Europameisterin, Olympiasiegerin, nur die Meisterschale fehlt Simone Laudehr noch in ihrer beeindruckenden Sammlung. »Darauf arbeite ich hin, seit ich 17 Jahre alt bin. Ich bin immer Zweite geworden«, sagte die 34-Jährige vor ihrem letzten Spiel mit dem FC Bayern München. Sechsmal, um genau zu sein, trug sie den Titel Vizemeisterin. Laudehr kennt sogar die Tücken eines letzten Spieltages: 2014 wurden sie mit dem 1. FFC Frankfurt noch vom VfL Wolfsburg abgefangen.

So weit kam es im Fernduell mit dem Titelverteidiger VfL Wolfsburg am Sonntag nicht. Zu stark waren die Bayern-Frauen im Saisonverlauf, ein Unentschieden hätte bei zwei Punkten Vorsprung und einer deutlich besseren Tordifferenz wohl gereicht. Am Ende stand es für die Münchnerinnen gegen Eintracht Frankfurt 4:0 (2:0). Linda Dallmann (17. Minute, 25.) und Lea Schüller (90.) haben mit ihren Toren die vierte Meisterschaft nach 1976, 2015 und 2016 gesichert. Frankfurts Laura Störzel unterlief in der 54. Minute ein Eigentor. 15 Minuten vor Schluss wurde Mittelfeldspielerin Laudehr für die Party auf dem Platz eingewechselt.

Verfolger Wolfsburg legte gegen Werder Bremen ebenfalls rasant los, bereits zur Halbzeit stand es nach Toren von Pia-Sophie Wolter (2.), einem Eigentor von Bremens Reena Wichmann (19.) und den Treffern von Ewa Pajor (23., 25.) und Ingrid Syrstad Engen (42.) 5:0. Doch auch die weiteren Treffer von Zsanett Jakabfi (55.), abermals Pajor (68.) und Shanice van de Sanden (79.) zum 8:0-Endstand änderten nun mal nichts an den zwei Punkten Rückstand auf die Spitze.

Fast wie ein WM-Titel

Große Feierlichkeiten wird es in München nicht geben. Die Corona-Auflagen verbieten es. 150 Fans waren allerdings im Stadion auf dem Bayern-Campus zugelassen. Die meisten von ihnen kamen wohl aus dem Umfeld von Laudehr, die als 17-Jährige zum FC Bayern gekommen war, dann für den FCR Duisburg und den 1. FFC Frankfurt auflief, bevor sie 2016 nach München zurückkehrte. Dort haben sie nun viel zu feiern, sagte Laudehr doch vor dem Spiel bereits: »Dieser Titel würde sich bei mir knapp nach der Weltmeisterschaft einreihen.«

sak/dpa/sid
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