Transfercoup in der Bundesliga Europameisterin Lotzen wechselt nach Köln

Bundesligist Köln rüstet auf: Nach der erfahrenen Sharon Beck sichert sich der Abstiegskandidat nun auch die Dienste von Freiburgs Lena Lotzen.
Lena Lotzen am 15. Spieltag im Trikot des SC Freiburg

Lena Lotzen am 15. Spieltag im Trikot des SC Freiburg

Foto: G. Hubbs/ Beautiful Sports/ imago images

Der 1. FC Köln hat die ehemalige Fußballeuropameisterin Lena Lotzen ablösefrei vom SC Freiburg verpflichtet. Die 26 Jahre alte Offensivspielerin unterschrieb einen ab Sommer gültigen Zweijahresvertrag bis 2022, der laut FC-Mitteilung  ligaunabhängig gilt.

Köln steht nach 16 Bundesligaspieltagen auf dem vorletzten, elften Tabellenplatz (7 Punkte). Freiburg ist Achter (19). Nach der israelischen Nationalspielerin Sharon Beck, ebenfalls aus Freiburg, ist Lotzen der zweite Zugang zur kommenden Saison.

Lena Lotzen (l.) im Spiel gegen Hoffenheims Paulina Krumbiegel

Lena Lotzen (l.) im Spiel gegen Hoffenheims Paulina Krumbiegel

Foto: Oliver Zimmermann/ foto2press/ imago images

Lotzen durchlief alle Jugendnationalmannschaften beim DFB und bestritt 25 A-Länderspiele (vier Tore), ehe sie von einer schweren Knieverletzung zurückgeworfen wurde. 2013 gehörte sie bereits als 18-Jährige zum Kader der deutschen Frauen beim bis dato letzten EM-Titelgewinn in Schweden. Mit 16 Jahren debütierte die Mittelfeldspielerin für Bayern München in der Bundesliga und spielte dort acht Jahre, bevor sie 2018 nach Freiburg wechselte. In 95 Bundesligaspielen gelangen ihr 26 Tore.

Existenz der Bundesliga der Frauen nicht bedroht

Ligaausschuss-Boss Siegfried Dietrich sieht die Vereine in der Frauenfußballbundesliga durch die Coronakrise nicht in ihrer Existenz bedroht. "Ich glaube, dass alle Klubs die Situation meistern können, weil die Zuschauereinnahmen nicht so entscheidend sind wie beispielsweise in der 3. Liga und den Regionalligen der Männer. In der Frauenfußballbundesliga machen diese deutlich weniger als zehn Prozent des Gesamtumsatzes aus", sagte Dietrich kürzlich der "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Allerdings seien die zwölf Erstligisten auf die Unterstützung ihrer Sponsoren und des Deutschen Fußball-Bundes angewiesen. "Wesentlich sind für uns die Vermarktungserlöse - die individuellen sowie die zentralen durch den DFB", sagte der Manager des Bundesligisten 1. FFC Frankfurt.

Die Spiele der Bundesliga, der 2. Bundesliga und des DFB-Pokals werden vorerst bis zum 19. April ausgesetzt. 

sak/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.