Frauen-DFB-Pokal Triumph für Turbine Potsdam

Zum dritten Mal in Folge trafen die Frauenteams von Turbine Potsdam und dem FFC Frankfurt im Finale des DFB-Pokals aufeinander. Zum dritten Mal heißt der Sieger Potsdam. Ein Jokertor brachte Turbine auf die Siegerstraße.


Hamburg - Der Cup-Verteidiger und Bundesliga-Tabellenführer besiegte im Berliner Olympiastadion seinen Dauerrivalen 1. FFC Frankfurt mit 2:0 (0:0). Die entscheidenden Treffer erzielten die kurz zuvor eingewechselte Isabel Kerschowski (79.) und Petra Wimbersky (82.).

Jubelnde Turbine-Spielerinnen: Dritter Sieg in Folge
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Jubelnde Turbine-Spielerinnen: Dritter Sieg in Folge

Vor rund 30.000 Zuschauern in der zweiten Hälfte, darunter Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die beiden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Gerhard Mayer-Vorfelder, war Frankfurt zunächst das bessere Team, wusste jedoch seine Überlegenheit nicht in Tore umzumünzen. Ohne Torjägerin Birgit Prinz, die nach einer Roten Karte im Halbfinale gegen Duisburg (2:1) für drei Pokalspiele gesperrt worden war, fehlte im Angriff die Durchschlagskraft.

Die größte Möglichkeit vergab Prinz-Ersatz Sandra Albertz nach einem schönen Rückpass ihrer Sturmpartnerin Sandra Smisek. "Es war ein sehr gutes Spiel von uns, bis auf die Chancenverwertung", sagte Frankfurts Abwehrspielerin Steffi Jones nach dem Spiel, "leider sind wir nicht belohnt worden." 

FFC-Trainer Hans-Jürgen Tritschoks sah das ähnlich: "Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Nach der Pleite von Ostern (2:6 Heimniederlage gegen Turbine) sind wir hervorragend aufgestanden. Potsdam hat etwas glücklich gewonnen. Wir schauen jetzt aber nach vorne, haben noch die Meisterschaft und den UEFA-Cup vor Augen."

Auf dem Weg zu diesen beiden Titeln steht jedoch ebenfalls Turbine Potsdam im Weg. Mitte Mai spielen beide Teams das UEFA-Cup-Endspiel (20.5./27.5.) aus und treffen zudem im entscheidenden Bundesliga-Spiel (14.5.) aufeinander.

Im Pokal-Finale war von der Turbine-Offensive zunächst aber wenig zu sehen. Lediglich in der 30. Minute blitzte das große Potential der gefährlichsten Offensive der Bundesliga (105 Tore) auf, als Nationalspielerin Wimbersky nach Zuspiel von Ariane Hingst nur die Latte des FFC-Tores traf. In der zweiten Hälfte sorgten Kerschowski und Wimbersky dann mit ihrem Doppelschlag für die Entscheidung.

"Es war schwer, aber wir wussten genau, wenn wir die zweite Halbzeit so weiter spielen, dann kann es klappen", erklärte Turbine-Trainer Bernd Schröder. "Mit der Einwechslung von Isabel Kerschowski haben wir ein glückliches Händchen gehabt. Am Ende war es aber verdient. Wir sind natürlich total glücklich." 

Turbine Potsdam - 1. FFC Frankfurt 2:0 (0:0)
1:0 Kerschowski (79.)
2:0 Wimbersky (82.)
Potsdam: Angerer - Carlson (64. Thomas), Becher, Kuznik - Omilade, Peter, Hingst, Zietz - Mittag (90. Podvorica), Pohlers (78. Isabel Kerschowski), Wimbersky. - Trainer: Schröder
Frankfurt: Wissink - Affeld (88. Bartusiak), Tina Wunderlich, Jones, Kliehm - Garefrekes, Lingor, Hansen, Künzer - Smisek (79. Barucha), Albertz (68. Weber). - Trainer: Tritschoks
Schiedsrichterin: Kunick (Lissa) 
Zuschauer: 30.000 
Gelbe Karte: Zietz / -

hut/dpa/sid

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