Fußball-WM Niederlande stehen als fünftes Team im Achtelfinale

Die Amerikanerinnen haben alle begeistert - aber bisher stehen bei der Fußball-WM nur europäische Teams im Achtelfinale. Nach einem 3:1 gegen Kamerun ist auch Europameister Niederlande weiter.

Dominique Bloodworth bejubelt ein Tor für die Niederlande
REUTERS

Dominique Bloodworth bejubelt ein Tor für die Niederlande


Die Niederlande haben als fünftes Team das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft erreicht. Nach dem Auftakterfolg gegen Neuseeland besiegten die Löwinnen auch Kamerun 3:1 (1:1). Zweimal Vivianne Miedema (41. Minute, 85.) und Dominique Bloodworth (48.) erzielten die Tore für Oranje. Gabrielle Onguéné hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (43.).

Knapp 15.000 Oranje-Fans hatten die Reise ins nur zweieinhalb Stunden von Rotterdam entfernte Valenciennes auf sich genommen, entsprechend war die Stimmung im Stade du Hainaut. Dennoch taten sich die Niederländerinnen schwer, aus ihren vielen Ballbesitzphasen klare Torchancen zu machen.

Vor der Pause kamen die Löwinnen nur zu zwei Abschlüssen. Einen davon verwandelte Miedema mit einem Flugkopfball zum 1:0. Shanice van de Sanden hatte zuvor auf der rechten Seite einen Doppelpass mit Jackie Groenen gespielt und scharf in die Mitte geflankt. Nur zwei Minuten später gelang Kamerun der Ausgleich. Nach einem langen Ball von Raissa Feudjio zögerte Oranje-Keeperin Sari van Veenendaal beim Herauskommen. Das nutzte Onguéné, die die Torhüterin umkurvte und den Ball einschob.

Kurz nach Wiederanpfiff fiel die erneute Führung für die Niederländerinnen. Nach einem Freistoß in den Strafraum patzte Michaela Abam, indem sie Bloodworth unfreiwillig den Ball auflegte. Die Neu-Wolfsburgerin traf aus wenigen Metern. Kamerun blieb gefährlich und hätte durch Henriette Akaba zehn Minuten vor Schluss beinahe den erneuten Ausgleich erzielt.

Doch in der 85. Minute machte Miedema mit ihrem zweiten Tor des Tages alles klar, als sie einen Rechtsschuss aus 15 Metern ins Tor setzte. Es war ihr 60. Länderspieltor - so viele Treffer hatte bisher keine andere Spielerin im Oranje-Trikot erzielt.

Bereits vor dem letzten Gruppenspiel gegen Kanada (Donnerstag, 18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) stehen die Niederlande damit als Achtelfinalistinnen fest. Kamerun hat nur noch geringe Chancen, sich für die nächste Runde zu qualifizieren - bei einem Sieg gegen Neuseeland könnten sie Gruppendritte werden und wären dann von den Resultaten in den anderen Gruppen abhängig.

Kamerun - Niederlande 1:3 (1:1)
0:1 Miedema (41.)
1:1 Onguéné (43.)
1:2 Bloodworth (48.)
1:3 Miedema (85.)
Kamerun: Ngo Ndom - Feudjio, Leuko, Manie, Johnson, Meffometou - Abam (60. Nchout), Yango, Ngo Mbeleck (66. Meyong), Onguéné - Enganamouit (75. Akaba)
Niederlande: van Veenendaal - van Lunteren, Bloodworth, Dekker, van Es (86. van Dongen) - Spitse, van de Donk (71. Roord), Groenen - van de Sanden (66. Beerensteyn), Miedema, Martens
Gelbe Karten: Manie, Ngo Mbeleck, Feudjio / -
Schiedsrichterin: Reibelt
Zuschauer: 22.000

rae



insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
hausfeen 15.06.2019
1. Schlecht kommentiert, schlecht gepfiffen.
Bei dieser WM habe ich nicht so ein einseitges, unterschwellig vorurteilsbehaftetes Spiel gesehen. Ein eindeutiges Foul einer Holländerin kommentierte der alte weiße Mann mit seinem Segen für die Fehlentscheidung der Referentin. Das Publikum bantwortete das Dauerfaulen gegen die Stürmerin aus Kamerung mit einem Dauerpfeifen gegen eben diese. "Hab dich nicht so!". Das schöne Tor der Mannschaft aus Kamerun tat der Moderator mit einem Achselzucken als Nachlässigkeit Hollands ab. Dass das nächste Tor für Holland aber genau aus einem Geschenk vor dem Tor erfolgte, dämpfte nicht seine Euphorie für Holland, die aber seiner Meinung nach immer noch viel besser könnten. Das hat keinen Spaß gemacht.
tomkey 15.06.2019
2.
Zitat von hausfeenBei dieser WM habe ich nicht so ein einseitges, unterschwellig vorurteilsbehaftetes Spiel gesehen. Ein eindeutiges Foul einer Holländerin kommentierte der alte weiße Mann mit seinem Segen für die Fehlentscheidung der Referentin. Das Publikum bantwortete das Dauerfaulen gegen die Stürmerin aus Kamerung mit einem Dauerpfeifen gegen eben diese. "Hab dich nicht so!". Das schöne Tor der Mannschaft aus Kamerun tat der Moderator mit einem Achselzucken als Nachlässigkeit Hollands ab. Dass das nächste Tor für Holland aber genau aus einem Geschenk vor dem Tor erfolgte, dämpfte nicht seine Euphorie für Holland, die aber seiner Meinung nach immer noch viel besser könnten. Das hat keinen Spaß gemacht.
Sehe ich ebenso. Zudem wurden die negativen Kommentare des Moderators über die Spielerinnen aus Kamerun im selben Moment sehr oft widerlegt. Selbst der Fastausgleich beim Stand von 2:1 wurde moderiert wie 0815.
staublungenmessias 15.06.2019
3.
Allerdings. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals einen derart miserablen, einfallslosen und parteiischen Kommentator ertragen habe.
ulrichskubowius 15.06.2019
4. Es war ein Spiel was sicher
keinen Schönheitspreis verdient hat, in dem sich die schwache Schiedsrichterin und der unsäglich einseitige Kommentator zudem noch negativ hervorgetan haben. Eine rote Karte hatte das aus wohl aus dem nahen Holland angereiste Publikum verdient. Ich habe immer gehofft, derartige Flegel gibt es nur beim Männerfussball, ich wurde eines Besseren belehrt.
Zeitwesen 15.06.2019
5.
Zitat von hausfeenBei dieser WM habe ich nicht so ein einseitges, unterschwellig vorurteilsbehaftetes Spiel gesehen. Ein eindeutiges Foul einer Holländerin kommentierte der alte weiße Mann mit seinem Segen für die Fehlentscheidung der Referentin. Das Publikum bantwortete das Dauerfaulen gegen die Stürmerin aus Kamerung mit einem Dauerpfeifen gegen eben diese. "Hab dich nicht so!". Das schöne Tor der Mannschaft aus Kamerun tat der Moderator mit einem Achselzucken als Nachlässigkeit Hollands ab. Dass das nächste Tor für Holland aber genau aus einem Geschenk vor dem Tor erfolgte, dämpfte nicht seine Euphorie für Holland, die aber seiner Meinung nach immer noch viel besser könnten. Das hat keinen Spaß gemacht.
Hatte mich auch sehr gewundert. Beim Elfmeter für die Niederlande gab es meiner Ansicht nach nur eine leicht Berührung an der Schulter der Niederländerin und der Kommentator erklär dies zum eindeutigen Foul. Als die Niederländische Verteidigerin dann die Kamerunerin die Beine wegzog, ohne den Ball überhaupt zu berühren, erklärte der Kommentator :"Sauber vom Ball getrennt". Bei der Schiedsrichterin die nunmal nicht die Zeitlupe gesehen hat, kann ichs ja verstehen, aber dem Kommentator mangelte es scheinbar an physikalischer Beobachtungsgabe.
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