Nach Halbfinal-Aus Vereinstrainer kritisieren Neid-Team

Taktische Defizite, zu späte Auswechslungen - nach dem Ausscheiden bei der WM regt sich Kritik am Konzept von Bundestrainerin Silvia Neid. Zwei Erfolgstrainer aus der Liga werfen ihr handwerkliche Fehler vor.

DFB-Spielerinnen, Trainer Neid: "Andere sind weiter"
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DFB-Spielerinnen, Trainer Neid: "Andere sind weiter"


Die Top-Trainer der Frauen-Bundesliga haben den Auftritt der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Kanada kritisiert. Für Wolfsburgs Ralf Kellermann, Welttrainer des Jahres 2014, waren vor allem taktische Defizite für das Halbfinal-Aus gegen die USA (0:2) entscheidend. Colin Bell vom Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt monierte späte Auswechslungen und wenig Flexibilität beim DFB.

"Nach dem 0:1 ging fast gar nichts mehr, es hat ein Plan B gefehlt. Ein ähnliches Phänomen war übrigens auch 2011 beim Viertelfinal-Aus gegen Japan festzustellen", sagte der 53-Jährige der "Rhein-Zeitung" und kritisierte auch die Auswechslungen von Bundestrainerin Silvia Neid. "Dzsenifer Marozsan kam für meinen Geschmack zu spät ins Spiel. Gewundert hat mich auch, dass nach dem 0:2 nicht mehr gewechselt wurde, um von der Bank aus noch ein Signal zu senden", meinte Bell.

Für Kellermann war die deutsche Elf vor allem im taktischen Bereich unterlegen. Der 47-Jährige sieht die USA, Japan und Frankreich besser aufgestellt. "Sie finden fast immer spielerische Lösungen und agieren sehr viel variabler und flexibler. Das hat mir bei der deutschen Mannschaft das ganze Turnier über doch etwas gefehlt", sagte Kellermann der "Braunschweiger Zeitung".

aha/dpa



insgesamt 97 Beiträge
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Seite 1
omop 02.07.2015
1. m.E. eben alles sehr amateurhaft..
aber sich gerne genauso geben wie der Männerfussball mit nervigen und unnötigen Interviews und PKs. Wenn man das Geschäft professionell betreiben würde, dann müsste eine Bundestrainerin eine entsprechende Trainerqualifikation aufweisen...von daher kann man m.M. sich nach der WM jetzt schon auf neue "Tiefschläge" einstellen.
troy_mcclure 02.07.2015
2.
Zitat von omopaber sich gerne genauso geben wie der Männerfussball mit nervigen und unnötigen Interviews und PKs. Wenn man das Geschäft professionell betreiben würde, dann müsste eine Bundestrainerin eine entsprechende Trainerqualifikation aufweisen...von daher kann man m.M. sich nach der WM jetzt schon auf neue "Tiefschläge" einstellen.
Aber die neue Trainerin Steffi Jones ist doch der weibliche Franz Beckenbauer, so hieß es doch immer, die wird das schon richten... Spaß beiseite, ich sehe das genau wie Sie, deshalb schaue ich mir das nicht an.
bonngoldbaer 02.07.2015
3.
Und wenn die deutsche Frauschaft gewonnen hätte, hätten die gleichen Leute Neid die Füße geküsst.
deegeecee 02.07.2015
4.
Zitat von bonngoldbaerUnd wenn die deutsche Frauschaft gewonnen hätte, hätten die gleichen Leute Neid die Füße geküsst.
Wenn der Sieg wie gegen Frankreich erkennbar nur durch unverdientes Glück zustande kommt: Sicher nicht.
Luxinsilvae 02.07.2015
5. Schließe mich den beiden ...
... Eingangskommentaren an, vor allem ist Steffi Jones von jenen ins Amt gehievt worden, die sich anderweitig über Vettern- und Cliquenwirtschaft bei der FIFA echauffieren. Das, was bei Neid vereinzelt zu beobachten war, wird bei der Dreifach-Quoten-Frau zur Regel werden.
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