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Finale der Champions League: Islacker lässt Frankfurt jubeln

Foto: FABRIZIO BENSCH/ REUTERS

Champions-League-Finale der Frauen Frankfurt triumphiert über Paris St. Germain

Erlösung in der Nachspielzeit: Durch einen späten Treffer hat der 1. FFC Frankfurt das Finale der Champions League der Frauen gegen Paris St. Germain gewonnen. Mandy Islacker gelang das erlösende Tor zum 2:1.

Es war eine Notlösung - aber was für eine: Aus dem Stand schlenzte Frankfurts Mandy Islacker mit dem Außenrist in der zweiten Minute der Nachspielzeit auf das Tor von Paris St. Germain. Keeperin Katarzyna Kiedrzynek hechtete hinterher, konnte das 1:2 aber nicht mehr verhindern: Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt haben zum vierten Mal die Champions League gewonnen. "Ich habe gar nicht richtig geguckt, sondern einfach draufgehalten", sagte Islacker später.

Den ersten Treffer der Frankfurterinnen in Berlin erzielte Celia Sasic mit ihrem 14. Tor in dieser Champions-League-Saison per Kopf (32. Minute). Sie sagte später über den Triumph: "Wahnsinn, so noch einmal zurückzukommen. Wir haben nicht aufgehört und sind dafür belohnt worden."

Für den französischen Vizemeister hatte Marie-Laure Delie in der 41. Minute gleichfalls per Kopf für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

Die Frankfurterinnen bestimmten von Beginn an die Partie, doch für Gefahr sorgte zunächst nur der Freistoß von Dzenifer Maroszan (8.), den Paris-Keeperin Kiedrzynek glänzend parierte.

Erst nach einer halben Stunde konnten die Frankfurterinnen ihre Überlegenheit auch in ein Tor umsetzen, als Sasic nach Eingabe von Kerstin Garefrekes ins untere rechte Eck köpfte.

Wie aus heiterem Himmel fiel nach einem kurz gespielten Eckball der Ausgleich, als Delie per Kopf eine Eingabe von Kenza Dali unhaltbar für Frankfurts Torfrau Desirée Schumann verwandelte. Als sich alle schon auf die Verlängerung eingestellt hatten, entschied Mandy Islacker die Partie.

Ein wenig wurde die Freude durch die Verletzung von Nationalspielerin Simone Laudehr getrübt, die in der Schlussphase vom Platz humpelte. Ob bei ihr auch die Teilnahme an der WM in Kanada gefährdet ist, stand zunächst nicht fest.

1. FFC Frankfurt - Paris Saint-Germain 2:1 (1:1)
1:0 Sasic (32.)
1:1 Delie (40.)
2:1 Islacker (90.+2)
Frankfurt: Schumann - Schmidt (79. Huth), Prießen, Kuznik, Hendrich, Laudehr (88. Ando) - Marozsan, Boquete, Garefrekes - Crnogorcevic (66. Islacker), Sasic
Paris: Kiedrzynek - Houara, Delannoy, Krahn, Boulleau (60. Henning) - Kaci, Cruz Trana - Alushi (58. Georges), Dali - Delie, Asllani (90.+5 Sarr)
Schiedsrichterin: Esther Staubli (Schweiz)
Zuschauer: 17.147 (ausverkauft)
Gelbe Karte: Laudehr - Delannoy, Krahn

luk/dpa/sid
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