DFB-Auswahl in der WM-Qualifikation Schüller dreht Spiel gegen Serbien – Linienrichterin muss ausgewechselt werden

In Rückstand gelegen, dann vier Tore von Lea Schüller – Deutschlands Fußballerinnen dürfen jubeln. Zuvor gab es Aufregung um die Linienrichterin Edwards, nachdem sie plötzlich über Unwohlsein geklagt hatte.
Helen Edwards musste behandelt werden

Helen Edwards musste behandelt werden

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

Mit gleich vier Toren hat Lea Schüller den deutschen Fußballerinnen den zweiten Sieg in der Qualifikation für die WM in Australien und Neuseeland 2023 gesichert. Die DFB-Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg setzte sich in Chemnitz 5:1 (0:1) gegen Serbien durch, brauchte dazu aber eine erhebliche Leistungssteigerung nach der Pause.

Vor 1600 Zuschauern erzielten Schüller vom FC Bayern München (49., 54., 71. und 77. Minute) sowie Melanie Leupolz (79.) die Tore für die Olympiasiegerinnen von 2016, die bei der WM 2019 im Viertelfinale gescheitert waren.

Nina Matejić hatte die zunächst starken Gäste früh in Führung gebracht (3.). Die Gastgeberinnen zeigten gegen den Weltranglisten-41. eine schwache erste Hälfte.

Nach dem 7:0 am vergangenen Samstag gegen Bulgarien führt die DFB-Auswahl die Gruppe H nun mit sechs Punkten an. Weitere Gegner auf dem Weg zur WM 2023 sind Israel, Portugal und die Türkei. Die Spiele sind zudem wichtige Tests für die EM im kommenden Jahr in England.

Lea Schüller (vor dem Tor) ist die Spielerin des Spiels

Lea Schüller (vor dem Tor) ist die Spielerin des Spiels

Foto: Sven Sonntag / imago images/Picture Point LE

Das WM-Qualifikationsspiel musste wegen gesundheitlicher Probleme einer Linienrichterin für rund fünf Minuten unterbrochen werden. Die englische Unparteiische Helen Edwards musste behandelt werden und wurde durch die vierte Offizielle und Landsfrau Helen Conley ersetzt.

»Sie ist bei Bewusstsein, hat über Unwohlsein geklagt und ist in Abstimmung mit Sanitätsdienst und Notarzt auf dem Weg ins Krankenhaus«, teilte eine DFB-Sprecherin mit. Eine endgültige Diagnose gab es zunächst nicht.

Schiedsrichterin Kirsty Dowle (England) hatte die Partie in der 34. Minute unterbrochen, anschließend wurde Edwards vom medizinischen Personal des DFB betreut und in der Folge mit einer Trage vom Platz getragen. Die Partie wurde in der 39. Minute fortgesetzt.

jan/dpa/sid

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