Frauenfußball Garefrekes beendet DFB-Karriere, Grings geht nach Zürich

Zehn Jahre lang war sie in der Nationalelf unumstrittene Stammspielerin, jetzt macht Kerstin Garefrekes einen Schnitt: Ab sofort will die 31-Jährige nur noch für ihren Verein spielen. Eine andere Nationalspielerin hat einen neuen Verein gefunden - Inka Grings stürmt künftig für den FC Zürich.

DFB-Star Garefrekes: Abschied aus der Nationalmannschaft
dapd

DFB-Star Garefrekes: Abschied aus der Nationalmannschaft


Hamburg - 130 Mal trug sie das Trikot der deutschen Frauenfußball-Nationalelf - damit ist jetzt Schluss. Kerstin Garefrekes beendet ab sofort ihre DFB-Karriere. Das gab der DFB am Montag in einer Pressemitteilung bekannt. Die 31-Jährige hat mit der Nationalelf fast alles erreicht: Sie wurde je zweimal Welt- und Europameisterin und gewann bei zwei Olympischen Spielen die Bronzemedaille. Für ihren Verein, den aktuellen Pokalsieger 1. FFC Frankfurt, will sie aber weiterhin aktiv sein.

"Es war für mich keine einfache Entscheidung", wird sie in einer Mitteilung des DFB zitiert. "Ich habe mir viele Gedanken gemacht, bin dann schließlich zu dem Entschluss gekommen, dass nach der Heim-WM der richtige Moment gekommen ist, um meine DFB-Karriere zu beenden. Ich möchte jetzt Schritt für Schritt meine berufliche Entwicklung vorantreiben, gleichzeitig aber noch für den 1. FFC Frankfurt weiterspielen." Garefrekes ist in der Stadtkämmerei der Stadtverwaltung Frankfurt beschäftigt.

Bundestrainerin Silvia Neid bedauert den Schritt, kann ihn aber nachvollziehen: "Kerstin war jahrelang eine wichtige Spielerin für uns. Sie war sehr laufstark, hat viel nach hinten und nach vorne gearbeitet, wichtige Tore geschossen und kontinuierlich ihre Leistung gebracht. Man konnte sich immer auf sie verlassen. Natürlich wird sie uns fehlen, aber ich kann auch nachvollziehen, dass sie nun stärker in ihren Beruf einsteigen will und künftig andere Prioritäten setzt."

Garefrekes ist nach Rekordnatiponalspielerin Birgit Prinz, Defensivspezialistin Ariane Hingst und Torfrau Ursula Holl die vierte aus dem WM-Kader, die nach dem Großereignis ihre Nationalmannschaftskarriere beendet hat. Das deutsche Team startet am 15. September in die Nach-WM-Ära. dann geht es in der EM-Qualifikation gegen die Schweiz.

Grings verlässt die Bundesliga

In der Nationalelf zwar noch dabei, aber nicht mehr in der Bundesliga ist derweil Stürmerin Inka Grings. Sie wechselt vom FCR Duisburg zum FC Zürich. Bereits am 10. September soll die Stürmerin mit ihrem neuen Verein gegen den FC Basel ihr erstes Spiel bestreiten. Dies meldet der "Kicker".

Die 32-Jährige hatte in der vorigen Woche überraschend ihren Vertrag bei den Duisburgerinnen nach 16 Jahren aufgelöst. An einer Verpflichtung der gebürtigen Düsseldorferin, die 2009 vor dem EM-Titelgewinn nach jahrelanger Pause in die Nationalmannschaft zurückgekehrt war zurückgekehrt war, hatten auch Olympique Lyon und der russische Meister FC Rossiyanka Interesse gezeigt. Grings erzielte in 271 Spielen für Duisburg 353 Tore und war sechsmal beste Torschützin einer Bundesliga-Saison.

aha/dpa

insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
eNc.orporation 29.08.2011
1. -.-
Zitat von sysopZehn Jahre lang war sie in der Nationalelf unumstrittene Stammspielerin, jetzt macht Kerstin Garefrekes einen Schnitt: Ab sofort will die 31-Jährige nur noch für ihren Verein spielen. Eine andere Nationalspielerin hat einen neuen Verein gefunden -*Inka Grings stürmt künftig für den FC Zürich. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,783045,00.html
Seid mir bitte nicht boese, aber bei den Frauen ist es im Fussball EXAKT GENAUSO wie im Basketball. Und Frauenbasketball ist wie Pferderennen mit Eseln.
allereber 29.08.2011
2. Tschüß
Zitat von eNc.orporationSeid mir bitte nicht boese, aber bei den Frauen ist es im Fussball EXAKT GENAUSO wie im Basketball. Und Frauenbasketball ist wie Pferderennen mit Eseln.
Wegen der konservativen Klosterfrau Silvia Neid wäre ich schon längst ausgewandert, um in einer Nationalmannschaft zu spielen. Vielleich schreibt eine Spielerin ein Buch. Philip Lahm läßt grüßen.
iwan57 29.08.2011
3. Manche werden's nie verstehen
Zitat von eNc.orporationSeid mir bitte nicht boese, aber bei den Frauen ist es im Fussball EXAKT GENAUSO wie im Basketball. Und Frauenbasketball ist wie Pferderennen mit Eseln.
Sie schalten wahrscheinlich auch beim 100-m-Lauf der Frauen den Fernseher aus, weil: die sind ja deutlich langsamer als die Männer. Natürlich haben Frauenmannschaften keine reelle Change gegen Männermannschaften; aber es ist halt schön anzusehen (keine Reklamiererei, kaum Meckerei, kein Zeitschinden - und auch die Optik bietet mehr als bei den Männen) Und wer das anders sieht MUSS ja nicht hinsehen.
eNc.orporation 29.08.2011
4.
Zitat von allereberWegen der konservativen Klosterfrau Silvia Neid wäre ich schon längst ausgewandert, um in einer Nationalmannschaft zu spielen. Vielleich schreibt eine Spielerin ein Buch. Philip Lahm läßt grüßen.
Warum Sie da meinen post zitieren, versteh ich nicht ganz. ich habe nur gesagt, dass frauenfussball gemaess der Zuschauer, die bei einem normalen Bundesligaspiel erzielt werden, und gemaess dem technischen Niveau, kein angemessenes Aequivalent zum Maennlichen Bereich dieses Sports ist. Ueber ein Buch und Silvia Neid habe ich nicht den geringsten Ton verloren. Wer jetzt sagt, dass bei der WM die Stadien doch voll waren, der sollte mal bei der naechsten WM, die nicht in Deutschland stattfindet, die Stadien ankucken und dann schauen, wer sich WIRKLICH dafuer interessiert oder wer nur hingegangen is, weil er sich dann dachte, Oh, ich hab was fuer die Integration getan oder sonstwas. Der Hype um die FrauenWM war erstens nur wegen der WM im eigenen Land, und politisch-medientechnisch wurde das auch aufgebauscht. Und die lEute, die nur zu WMs Fussballfans sind (wie die meisten Frauen), die haben einfach keine AHnung von Fussball und zaehlen somit nicht. Der beste Fussball wird in den Internationalen Pokalwettbewerben gespielt, wie CL, EL oder Copa Libertadores/Sudamericana, aber das schaut sich ja von den Frauen keiner an. Deswegen zaehlen diese Zuscahuer nicht. Zieht man die Zuschauer ab, dies wegen dem Medienhype zugeguckt haben, und zieht man die ab, die immer nur zu WM Zeiten schauen, und die, die nur wegen ihren Frauen zuschauen, weil die sagen "wenn Fussabll dann Frauenfussball", kann der Frauenfussball ein fuer alle mal einpacken. Bei einem Bundesligaspiel der Frauen in Detuschland, wo noch am allermesten Leute zuschauen, nicht zu vergleichen mit anderen Laendern, kriegt man meistens nciht mal die Zuschauerraenge auf den Trainingsplaetzen voll, auch wenns kein Training ist, sondern ne CL QWuali oder Bundesliga oder so. DAS KANN NICHTS SEIN, DESWEGEN PFERDERENNEN MIT ESELN
jjpreston 29.08.2011
5. ...
Zitat von eNc.orporationSeid mir bitte nicht boese, aber bei den Frauen ist es im Fussball EXAKT GENAUSO wie im Basketball. Und Frauenbasketball ist wie Pferderennen mit Eseln.
Sie scheinen sich auszukennen - wie oft sind Sie denn von den Pferden überrundet worden? Damit Ihr Leben nicht ganz so grau ist, geb' ich noch was für's Kopfkino mit: Nicht nur Inka Grings wechselt nach Zürich, sondern auch ihre frühere Duisburger Teamkollegin Sonja Fuss...
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