Frauenfußball Garefrekes und Huth schießen Frankfurt zum Pokalsieg

Es war der erste Titel des Clubs seit drei Jahren: Der 1. FFC Frankfurt hat den DFB-Pokal der Frauen gewonnen. Das von Rekordnationalspielerin Birgit Prinz angeführte Team bezwang im Finale Turbine Potsdam.
Torschützin Garefrekes (3.v.l.), Prinz (r.): Erster Titel seit drei Jahren

Torschützin Garefrekes (3.v.l.), Prinz (r.): Erster Titel seit drei Jahren

Foto: Federico Gambarini/ dpa

Hamburg - Die Frauen vom 1. FFC Frankfurt haben sich den DFB-Pokalsieg gesichert. Die Fußballerinnen um Birgit Prinz gewannen am Samstag das Finale in Köln gegen Turbine Potsdam 2:1 (1:1). Es war bereits der achte Erfolg der Frankfurterinnen in diesem Wettbewerb. Meister Potsdam verpasste hingegen das Double. "Wir haben verdient gewonnen", sagte Prinz nach dem Abpfiff.

Vor 20.312 Zuschauern sorgten Svenja Huth (15. Minute) und Kerstin Garefrekes (48.) für die Frankfurter Tore. Yuki Nagasato (42.) hatte zwischenzeitlich für Potsdam ausgeglichen. Nach drei Jahren ohne Titel konnte sich der einstige Primus des Frauenfußballs bei Potsdam für die Finalniederlagen 2004, 2005 und 2006 revanchieren.

Drei Monate vor dem Start der Frauenfußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land standen elf Spielerinnen aus dem vorläufigen WM-Kader von Bundestrainerin Silvia Neid auf dem Platz. Sie verfolgte ebenso wie Bundespräsident Christian Wulff und DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg das Finale auf der Tribüne.

Huth nutzt Abwehrpatzer, Prinz bleibt ohne Tor

Auch ohne die rotgesperrte Innenverteidigerin Saskia Bartusiak erwischte das FFC-Team von Trainer Sven Kahlert den besseren Start. Beim Führungstor profitierte U-20-Weltmeisterin Huth von einem Abwehrpatzer von Inka Wesely. Auf der Gegenseite hatte die agile Fatmire Bajramaj (21.) eine gute Ausgleichschance, wurde aber von Nationalkeeperin Nadine Angerer in letzter Sekunde gestoppt.

Prinz (25.) hätte kurz darauf auf 2:0 erhöhen können. Doch als die Rekordnationalspielerin die Potsdamer Torfrau Anna Felicitas Sarholz schon umkurvt hatte, blockte Josephine Henning den Schuss noch ab. Ein Versuch von Turbine-Abwehrchefin Babett Peter (40.) streifte knapp an Angerers Gehäuse vorbei. Anschließend machte es Nagasato besser: Nach einem Pass von Jennifer Zietz zog die Japanerin ab und ließ Angerer keine Chance.

Kurz nach dem Wechsel ging der FFC durch einen Abstauber von Garefrekes erneut in Führung. Den vermeintlichen Ausgleich durch Zietz erkannte Schiedsrichterin Christina Jaworek nicht an, weil Peter Frankfurts Torfrau Angerer behindert haben soll. Dennoch hätte der FFC sogar noch höher gewinnen können, doch Prinz und die eingewechselte Conny Pohlers vergaben ihre Chancen.

Den Potsdamerinnen bleibt nach dem Gewinn der Meisterschaft nun noch die Hoffnung auf die erfolgreiche Titelverteidigung in der Champions League. Im Halbfinale der Königsklasse trifft Turbine auf den FCR Duisburg.

1. FFC Frankfurt - 1. FFC Turbine Potsdam 2:1 (1:1)
1:0 Huth (15.)
1:1 Nagasato (42.)
2:1 Garefrekes (48.)
Frankfurt: Angerer - Krieger, Hingst, Lewandowski, Weber (90.+2 Thunebro) - Garefrekes, Smisek, Behringer (81. Landström), Huth (60. Pohlers) - Marozsan, Prinz
Potsdam: Sarholz - Wesely (62. Monique Kerschowski), Peter, Henning - Schmidt, Odebrecht, Zietz, Kemme (46. Isabel Kerschowski) - Nagasato (81. Andonova), Bajramaj, Mittag
Schiedsrichterin: Jaworek
Zuschauer: 20.312
Gelbe Karten: Weber - Mittag

bka/sid/dpa
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