Frauenfußball-WM Neid setzt auf Kanada-Startelf, Varon soll Hormone genommen haben

Die Deutsche Nationalmannschaft geht mit der gleichen Aufstellung wie gegen Kanada ins zweite WM-Spiel gegen Nigeria. Dort wird eine Südkoreanerin die Partie leiten. Die unter Dopingverdacht stehende Kolumbianerin Yineth Varon unterzog sich vor der WM offenbar einer Hormonbehandlung.

Die Startelf gegen Kanada: Erneutes Vertrauen der Bundestrainerin
dapd

Die Startelf gegen Kanada: Erneutes Vertrauen der Bundestrainerin


Hamburg - Die DFB-Elf wird ihr zweites WM-Spiel am Donnerstag in Frankfurt am Main gegen Nigeria (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) mit der gleichen Startformation wie beim 2:1 zum Auftakt gegen Kanada bestreiten. Bundesliga-Rekordtorschützin Inka Grings muss demnach wieder auf der Bank Platz nehmen. In der Offensive werden erneut Birgit Prinz und Celia Okoyino da Mbabi auflaufen. Unterstützt werden die beiden von den Flügelstürmerinnen Kerstin Garefrekes und Melanie Behringer. Auch in der Defensive gibt es für Neid trotz des Gegentors für Torhüterin Nadine Angerer keine Personaldiskussion. Die Vierer-Abwehrkette wird von Linda Bresonik, Annike Krahn, Saskia Bartusiak und Babett Peter gebildet. Im defensiven Mittelfeld werden Simone Laudehr und Kim Kulig auflaufen.

Die positive Dopingprobe der kolumbianischen Nationaltorhüterin Yineth Varon ist möglicherweise auf eine verschwiegene Hormonbehandlung zurückzuführen. Die 29-Jährige sei aufgrund der kurzfristigen Nachnominierung für die WM nicht mehr von den Mannschaftsärzten untersucht worden. Bei der Torhüterin hatte eine am 25. Juni durchgeführte A-Probe ein positives Ergebnis erbracht, es erfolgte eine provisorische Sperre. Die Spielerin hat nach Angaben des kolumbianischen Verbandes inzwischen die Öffnung der B-Probe beantragt. "Die Information wird momentan untersucht. Erst wenn Klarheit herrscht, möchte ich darüber sprechen. Wir werden uns zu gegebener Zeit äußern", sagte Kolumbiens Trainer Ricardo Rozo.

Die Südkoreanerin Cha Sung-Mi ist Schiedsrichterin des zweiten WM-Spiels der Deutschen Fußballerinnen gegen Nigeria. Die 35-Jährige wurde vom Weltverband Fifa für die Partie angesetzt. Für Cha ist es der erste WM-Einsatz. Bei der ersten Partie der Gruppe A zwischen Frankreich und Nigeria (1:0) stand sie als Vierte Offizielle an der Seitenlinie. Cha ist seit 2007 auf internationaler Ebene bei Frauen-Spielen im Einsatz.

Nationalspielerin Babett Peter liebäugelt nach dem Ende ihres Vertrags beim Deutschen Meister Turbine Potsdam im kommenden Sommer mit einem Wechsel ins Ausland. "Ich kann nicht ausschließen, mal ins Ausland zu gehen. Frankreich, Schweden und England wären in Europa am attraktivsten. Ein halbes Jahr in den USA wäre sicher persönlich eine tolle Erfahrung", sagte die 23-jährige Außenverteidigerin.

Die kanadische Nationalmannschaft bangt vor dem zweiten Gruppenspiel der WM am Donnerstag gegen Frankreich um den Einsatz von Christine Sinclair. Die Spielführerin hatte während des Eröffnungsspiels einen Nasenbeinbruch erlitten. Sinclair trainierte am Dienstag bereits mit einer Maske. "Ich kann nicht laufen, ohne einen Schmerz zu verspüren. Es wird ein Rennen gegen die Zeit. Die Ärzte wollen sichergehen, dass ich auch wirklich fit bin", sagte die 28-jährige Stürmerin.

jjo/dpa/sid

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krafts 29.11.2010
1.
Zitat von sysopVom Sommermärchen 2006 schwärmen die Fans noch heute. Was bringt die nächste Fußball-WM in Deutschland? 2011 messen sich die besten Frauenteams der Welt. Kann das deutsche Team seinen Titel erfolgreich verteidigen? Wird die Stimmung so ausgelassen sein wie 2006?
Ich gehe mal davon aus, dass die Frauen-WM auch im eigenen Land nicht mit der von 2006 vergleichen kann. Auch bei vielen Fußballinteressierten wird sich das Interesse ziemlich in Grenzen halten.
Kanzla87 29.11.2010
2.
Zitat von kraftsIch gehe mal davon aus, dass die Frauen-WM auch im eigenen Land nicht mit der von 2006 vergleichen kann. Auch bei vielen Fußballinteressierten wird sich das Interesse ziemlich in Grenzen halten.
Aus welchem Grund?
Rockker, 29.11.2010
3.
Ein Wettbwerb aus der Kategorie *EIKS, aber dank den deutschen Medien wird er gehypt zu dem nächsten unsänglichen "Sommermärchen" wo die deutsche NM, alle Gegner sowieso mit 22:0 schlagen wird... *Eigentlich Interessiert Keine Sau
Flosse, 29.11.2010
4. Zu wünschen wäre es...
Zitat von sysopVom Sommermärchen 2006 schwärmen die Fans noch heute. Was bringt die nächste Fußball-WM in Deutschland? 2011 messen sich die besten Frauenteams der Welt. Kann das deutsche Team seinen Titel erfolgreich verteidigen? Wird die Stimmung so ausgelassen sein wie 2006?
Die Stimmung wird wohl kaum so ausgelassen sein wie 2006, weil es auch einfach viel kleinere Stadien sind. Das Medieninteresse wird da sein, aber ob die Fans so mitziehen? Zu wünschen wäre es. Ich fände es übrigens auch klasse, wenn mal die Herren-N-11 gegen die Damen-N-11 spielen würde. Vor vier Jahren waren die Frauen zumindest spielerisch überlegen...
CaptainSubtext 29.11.2010
5. !
Zitat von FlosseDie Stimmung wird wohl kaum so ausgelassen sein wie 2006, weil es auch einfach viel kleinere Stadien sind. Das Medieninteresse wird da sein, aber ob die Fans so mitziehen? Zu wünschen wäre es. Ich fände es übrigens auch klasse, wenn mal die Herren-N-11 gegen die Damen-N-11 spielen würde. Vor vier Jahren waren die Frauen zumindest spielerisch überlegen...
mmmmh. Wenn die Damenelf noch nicht mal in der Lage ist gegen eine Vereins-B-Jugend zu gewinnen, wieso.....?
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