Freibad-Toni Assauer ratlos nach Ailton-Eskapade

Problemfall Ailton: Als Schalkes Trainer Rangnick seinen Stürmer am vergangenen Samstag während der Partie gegen Bayer Leverkusen zum Aufwärmen schickte, nahm der Brasilianer seinen Chef beim Wort - und legte sich wie ein Badeurlauber in die Sonne. Manager Rudi Assauer fürchtet nun, Ailton könnte "abschmieren".


 Sorgenkind Ailton: "Geschichte nicht zu seinem Vorteil"
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Sorgenkind Ailton: "Geschichte nicht zu seinem Vorteil"

Gelsenkirchen - Vor der Saison zog Ailton über Gelsenkirchen her, in der Winterpause verletzte er sich beim Rodeoreiten in seiner Heimat an der Hand. Dazu das ewige Hin- und Her um seine Hochzeit. Doch damit nicht genug: Am vergangenen Samstag folgte der nächste Aussetzer des exzentrischen Stürmers. Anstatt sich - wie von Trainer Rangnick angeordnet - mit seinen Mitspielern am Rande des Bundesliga-Spiels gegen Leverkusen aufzuwärmen, lag Ailton wie ein Badeurlauber auf dem Rasen in der Arena Auf Schalke.

"Die Geschichte am Samstag war sicherlich nicht zu seinem Vorteil. Man muss die Konsequenzen daraus ziehen und sich fragen, was macht man mit Toni", so Aussauer. Dem sonst so eloquenten Manager gehen beim Verhalten des Problemfalls Ailton langsam aber sicher die Lösungsvorschläge aus. "Macht man weiter mit ihm, hat man Geduld mit ihm, schafft er es noch einmal oder schmiert er auf Deutsch gesagt ab?", rätselt Assauer.

Ein vorzeitiger Abschied von Ailton kommt für Assauer dennoch vorerst nicht in Frage. "Es gibt überhaupt noch keine Überlegungen, so weit sind wir noch lange nicht", meinte der 60-Jährige, fügte aber hinzu: "In der Analyse machen wir aber vor keinem Spieler halt, und wenn wir der Meinung sind, dass es für Verein und Spieler besser ist, wenn man sich trennt, dann wird das auch durchgezogen."



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