Freiburg - Schalke 3-1 Finkes Joker stachen

Freiburgs Trainer Volker Finke hatte gegen Schalke ein glückliches Händchen. Die Einwechselspieler Adel Sellimi und Abder Ramdane schossen den 3:1-Sieg heraus.


Andreas Zeyer (r.) bejubelt mit seinen Teamkollegen den Freiburger Heimsieg
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Andreas Zeyer (r.) bejubelt mit seinen Teamkollegen den Freiburger Heimsieg

Freiburg - Der SC Freiburg hat die Rückkehr von Schalke 04 an die Spitze der Fußball-Bundesliga verhindert. Durch eine 1:3 (0:1)-Niederlage versäumten es die Gelsenkirchener, an Tabellenführer Bayern München und Hertha BSC vorbeizuziehen. Dagegen beendeten die Freiburger ausgerechnet gegen ihren "Angstgegner", gegen den sie bisher bereits viermal zu Hause verloren hatten, ihre Negativserie von zuletzt drei Pleiten in Folge.

Den umjubelten letzten Treffer vor 25.000 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Dreisamstadion erzielte der kurz zuvor ins Spiel gekommene Abder Ramdane (90.) mit dem Abpfiff. Zuvor hatte der ebenfalls eingewechselte Adel Sellimi mit seinem ersten Saisontor (80.) im Grunde schon alles klar gemacht. Tomasz Waldoch (75.) hatte die Führung der Gastgeber durch Andreas Zeyer (33.) egalisiert. Die Badener verdienten sich ihren dritten Saisonerfolg durch eine engagierte Vorstellung in dem guten Duell der beiden besten Abwehrreihen der Liga.

Die Gastgeber begannen selbstbewusst und engagiert und bestimmten überraschend von Beginn an das Spielgeschehen. Mit schnellem Spiel nach vorne kamen sie in der ersten Hälfte auch zu den besseren Torchancen durch Distanzschüsse von Sebastian Kehl (8.) und Levan Kobiaschwili (12.). Die beste Kombination führte dann nach schöner Vorarbeit von Kobiaschwili zum 1:0 durch Zeyer, dessen Schuss aus kurzer Distanz Schalkes Tomasz Hajto mit der Hand nur noch ins eigene Netz abfälschen konnte.

Dagegen konnten die Gäste nicht an die starke Vorstellung vor acht Tagen beim 4:0 gegen Eintracht Frankfurt anknüpfen, obwohl Trainer Huub Stevens lediglich eine Änderung in der erfolgreichen Stammelf vornehmen musste. Der Norweger Frode Grodas kam für den an einem Magen-Darm-Virus erkrankten Stammtorwart Oliver Reck zu seinem dritten Bundesliga-Einsatz. Vor allem in der Offensive fehlte meist der entscheidende Pass, so dass Torchancen Mangelware blieben. Andreas Möller konnte dem Schalker Spiel keine Ordnung geben und die bislang gefährlichen Spitzen Ebbe Sand und Emile Mpenza, der bei der besten Chance in der ersten Hälfte freistehend am Tor vorbeischoss (24.), blieben stumpf. Trotzdem übernahm der Uefa-Cup-Sieger von 1997 nach der Pause immer mehr das Kommando, da das Team von Freiburgs Coach Volker Finke müde wurde und sich immer weiter zurückzog. Zunächst blieben Tormöglichkeiten für Schalke aber weiter Mangelware, doch kurz nachdem ein abgefälschter Schuss von Sand nur knapp das Ziel verfehlt hatte (73.), traf Waldoch per Kopf zum 1:1. Mehr gelang den Schalkern aber nicht.

Von Martin Volkmar, sid



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