Freigabe aus Aachen Hecking wird Hannover-Coach

Hannover 96 hat das Tauziehen um Trainer Dieter Hecking gewonnen. Der 41-Jährige wechselt innerhalb der Fußball-Bundesliga mit sofortiger Wirkung von Aufsteiger Alemannia Aachen zum Tabellenletzten.


Hamburg - Beide Vereine einigten sich am Abend nach zähem Ringen auf den Transfer. Hecking, der Nachfolger des zurückgetretenen Peter Neururer wird, kehrt damit in seine ehemalige sportliche Heimat zurück. 1998 bis 1999 spielte er für Hannover in der 2. Liga.

Da der Trainer in Aachen noch einen Vertrag bis 2009 hatte, ist aller Voraussicht nach eine Ablösesumme vereinbart worden. Spekulationen zufolge soll diese in einem hohen sechsstelligen Bereich liegen. Hecking war seit 2004 Coach der Alemannen und hatte den Traditionsverein nach 36 Jahren zurück in die Bundesliga geführt.

Trainer Hecking: Nachfolger von Peter Neururer
DPA

Trainer Hecking: Nachfolger von Peter Neururer

"Ich danke Alemannia Aachen für die konstruktiven Gespräche und den Abschluss", erklärte 96-Boss Martin Kind im DSF und sagte zum Thema Ablösesumme und Vertragslänge: "Zahlen vergesse ich immer sehr schnell. Aachen und Hannover können mit dem Ergebnis gut leben. Die genauen Rahmendaten für den Vertrag müssen noch fixiert werden. Es wird sich aber zunächst um eine mittelfristige Vereinbarung handeln." Wahrscheinlich ist zunächst ein Zweijahresvertrag plus Option vorgesehen. Hecking wird bereits im Pokalspiel der 96er am Samstag beim Regionalligisten Dynamo Dresden auf der Bank sitzen.

Damit steht Alemannia Aachen, das nach zwei Auftakt-Niederlagen bei Bayer Leverkusen (0:3) und gegen Schalke 04 (0:1) mit einem 3:0 in Hannover die Krise bei 96 verschärft hatte, plötzlich ohne Trainer da. Auf diese Situation waren die Verantwortlichen nicht eingestellt. "Ich fange jetzt erst damit an", sagte Alemannias Sportdirektor Jörg Schmadkte dem Sport-Informations-Dienst (sid) zur Trainersuche.

Präsident Horst Heinrichs sagte dem DSF, dass man "eine schnellstmögliche Lösung finden" wolle. Im Pokalspiel am Sonntag beim Chemnitzer FC werden Co-Trainer Dirk Bremser und Sportdirektor Schmadtke die sportliche Verantwortung tragen. Als einer der Kandidaten für den vakanten Trainerposten wird bereits der Niederländer Jos Luhukay, der schon in Hannnover im Gespräch war, gehandelt. Luhukay war unmittelbar vor dem Start der 2. Liga von seinem Posten beim SC Paderborn zurückgetreten.

pav/sid/dpa



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