Schiedsrichter-Hilfsmittel Spanien führt Freistoßspray ein

Es darf gesprüht werden: Der spanische Fußballverband gibt seinen Schiedsrichtern das von der Weltmeisterschaft bekannte Freistoßspray in die Hand. Auch in anderen Wettbewerben wird es eingesetzt.

Schiedsrichter Nishimura: Bis hierher und nicht weiter
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Schiedsrichter Nishimura: Bis hierher und nicht weiter


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Hamburg - Spaniens Fußballschiedsrichter bekommen ein neues Hilfsmittel in die Hand: Ab sofort können sie auf das Freistoßspray zurückgreifen. Wie der nationale Verband (RFES) bekannt gab, wird es schon zur kommenden Saison in den ersten zwei Profiligen verpflichtend eingeführt.

Das Spray kommt bei Freistößen zum Einsatz, der Schiedsrichter markiert damit den Abstand der Mauer zum Ball - und kann dadurch besser kontrollieren, ob dieser eingehalten wird. Der Schaum verschwindet nach 45 bis 120 Sekunden wieder. Das Verfahren wurde bereits im vergangenen Jahr bei der Klub-WM getestet und hatte sich auch bei der WM in Brasilien bewährt.

Auch in anderen Wettbewerben wird es in der kommenden Saison eingesetzt: Am Samstag hatte bereits die italienische Liga angekündigt, in Zukunft auf das Spray zu setzen. Auch in der Champions und Europa League kommt die WM-Neuerung zum Einsatz.

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Freistoß-Spray: Endlich eine klare Linie
In Deutschland wird hingegen noch über die Einführung des Sprays diskutiert. "Wir wollen uns nicht versperren", hatte etwa der Chef der DFB-Schiedsrichterkommission, Heribert Fandel, gesagt: "Aber wir sehen nicht die Notwendigkeit, das einzusetzen." Bei der Ligaversammlung im Dezember könnte eine Abstimmung der 36 Profiklubs über die Einführung zur Spielzeit 2015/2016 stattfinden.

bka/sid



insgesamt 16 Beiträge
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Veritas Invino 24.07.2014
1. Sehr anschaulich
Also ich als Zuschauer würde den Einsatz des Sprays nur begrüßen. Man sieht dann von weitem wo wer zu stehen hat und man hat bei der WM gesehen, dass das versprühen des Sprays keine Verzögerungen mit sich zieht. Und mal sollte auf die Zuschauer hören. Diese Spiele werden ja nur für die Zuschauer "produziert".
micwil 24.07.2014
2. Messtechnik?
Ist eigentlich in die Spraydose ein Entfernungsmesser (z. B. auf GPS-Basis) integriert oder wie bestimmt der Schiedsrichter den Abstand seiner Schaumlinie vom Ball?
Nonvaio01 24.07.2014
3. typisch
Zitat von sysopGetty ImagesEs darf gesprüht werden: Der spanische Fußballverband gibt seinen Schiedsrichtern das von der Weltmeisterschaft bekannte Freistoßspray in die Hand. Auch in anderen Wettbewerben wird es eingesetzt - in Deutschland allerdings noch nicht. http://www.spiegel.de/sport/fussball/freistossspray-wird-in-spanien-eingesetzt-a-982720.html
in den grossen liegen und der CL und EL wird es jetzt eingesetzt weil es einfach eine extrem gute loesung ist. Die ewige Zeitschinderei mit der Mauer faellt weg. Nur in D, da muss das erstmal ausdiskutiert werden und der ober Schiri sieht keine Notwendigkeit...die schiris sehen so einiges eben nicht..;-)
Nonvaio01 24.07.2014
4. ????
Zitat von micwilIst eigentlich in die Spraydose ein Entfernungsmesser (z. B. auf GPS-Basis) integriert oder wie bestimmt der Schiedsrichter den Abstand seiner Schaumlinie vom Ball?
das wird wohl wie immer gemacht, der Schiri schaetzt, die haben das schon im blick ob der abstand korrect ist, dafuer hat man ein gefuehl, ist in jedem Beruf so, ein schneider braucht auch kein messband um 1m abzumessen, ein baecker braucht auch keine wage um 1kg Brotteig abzuwiegen....etc
Lontrax 24.07.2014
5. Beispiel an Politik nehmen
Der DFB könnte es so machen wie die Politik: Vom Volk mehrheitlich unterstützte Massnahmen (z.B. zu Energiewende/Umweltschutz) grosskotzig ankündigen, aber erst für Jahrzehnte später, also für eine Zeit in der längst jemand anderes das Sagen haben wird. In Sachen Spraydose wäre es dann: "Wir vom DFB sind geschlossen für die Spraydose! Die Spraydose wird kommen, das haben wir einstimmig beschlossen! Spätestens zur Saison 2034/35 ist sie da!"
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