Freitag Cottbus schlägt Bochum 2:0

Mit einem Sieg über den VfL Bochum hat sich Energie Cottbus am Freitagabend fürs Erste von den Abstiegsrängen der Fußball-Bundesliga verabschiedet.


Schmatzer auf die Glatze: Energie bejubelt das Tor von Miriuta (2. v.r.)
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Schmatzer auf die Glatze: Energie bejubelt das Tor von Miriuta (2. v.r.)

Cottbus - Mit dem dritten Heimsieg ist Aufsteiger Energie Cottbus dem Saisonziel Klassenerhalt ein gutes Stück näher gekommen. Toni Micevski (29.) und Vasile Miriuta, der mit einem tollen Heber sein viertes Saisontor erzielte (44.), sicherten den Lausitzern ein verdientes 2:0 (2:0) gegen den VfL Bochum. Die Gäste aus dem Revier rutschten durch ihre dritte Niederlage in der Tabelle hinter Cottbus auf Rang 15 ab. "Wenn das so weiter geht, wird es sehr kritisch für uns", sagte Bochums Peter Peschel unmittelbar nach dem Abpfiff.

Vor 14.835 Zuschauern im Stadion der Freundschaft setzte Cottbus-Trainer Eduard Geyer auf Offensive und nahm den zuvor vier Wochen lang gesperrten Miriuta wieder ins Team und ließ in Micevski einen weiteren Spielgestalter in der Startelf. Der Mut machte sich auf dem Rasen sofort bemerkbar, denn Miriuta brachte Spielwitz in die Partie, ordnete souverän das Geschehen und sorgte mit seinen Freistößen für Gefahr.

Auch nach dem 1:0 suchten die Lausitzer weiter den Erfolg im Spiel nach vorn. "Wir dürfen uns in solchen Situationen nicht zurückziehen", hatte Trainer Geyer seiner Elf noch vor dem Spiel eingeschärft, denn die Cottbuser verspielten in dieser Saison schon dreimal eine Führung und verloren am Ende.

Zunächst wurde der Offensivdrang nicht belohnt, denn Antun Labak (32.) scheiterte an Torwart Rein van Duijnhoven und Franklin (39.) am Pfosten, ehe Miriuta die verdiente Halbzeitführung erzielte.

In der zweiten Hälfte versuchte der VfL, der im ersten Durchgang durch Marijo Maric zweimal gefährlich war, das Spiel noch zu drehen. Delron Buckley in der 51. Minute und Peter Peschel (54.) vergaben gute Möglichkeiten in einer kurzen Drangperiode. Das Fazit eines insgesamt ansehnlichen Spiels zog Energies Mannschaftskapitän Beeck: "Wir haben gekämpft, geackert, aber ich denke auch, dass wir die bessere Mannschaft waren."

Von Michael Kölmel, sid



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