Frustrierte Stuttgarter "Wir stecken in einer Krise"

Ratlosigkeit in Stuttgart: Das 0:2 gegen Hannover 96 war die dritte Niederlage in Serie für den Deutschen Meister. VfB-Trainer Armin Veh spricht im Interview von einer sehr schwierigen Situation - und gibt die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht auf.


Frage: Drei Niederlagen in einer Woche und der Absturz in der Bundesliga auf Platz zwölf - wie bewerten Sie die Situation beim VfB?

Veh: Der Zustand ist sehr, sehr schwierig. Wir stecken in einer Krise. Das ist nicht von der Hand zu weisen.

Frage: Wie gehen Sie mit der Situation um?

Veh: Ich werde weiterhin trotzdem niemanden in die Pfanne hauen - nur weil es öffentlichkeitswirksam wäre. Das ist nicht meine Art. Vielleicht werden einige jetzt Parallelen ziehen zum Hamburger SV und Thomas Doll in der vergangenen Saison, aber das ist mir egal. Wir werden die Dinge in Ruhe aufarbeiten.

Frage: Wo können Sie denn den Hebel ansetzen?

Veh: Man hat ja gesehen, dass die Spieler physisch und psychisch nicht präsent waren. Wichtig ist, dass die Spieler jetzt regenerieren und wieder die nötige Frische bekommen. Deshalb ist die kleine Pause durch die anstehenden Länderspiele ganz gut. Danach können wir dann hoffentlich wieder an bessere Zeiten anknüpfen.

Frage: Wäre es für den VfB nicht besser, wenn einige Spieler ihre Einsätze in der A-Nationalmannschaft sowie im U21-Team absagen würden?

Veh: Für einige Spieler wäre es wohl wirklich sinnvoller. Aber da hat man ja nicht immer Einfluss drauf.

Frage: Ihr Kapitän Fernando Meira hat seit Wochen nicht gerade überzeugt. Wie bewerten Sie seine Rote Karte?

Veh: Sein Handspiel war ein Reflex. Deshalb wird es von mir keinen Vorwurf an ihn geben.

aufgezeichnet von sid



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.