FSV Mainz 05 Präsident Strutz fühlt sich von Tuchel "verraten"

Mainz steht mit seinem neuen Trainer Kasper Hjulmand gut da. Präsident Harald Strutz hat den Weggang von Ex-Trainer Thomas Tuchel allerdings noch nicht verdaut: Er fühle sich verraten, sagte Strutz.

Mainz-Manager Strutz: Kritische Worte zum Tuchel-Weggang
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Mainz-Manager Strutz: Kritische Worte zum Tuchel-Weggang


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Präsident Harald Strutz von Mainz 05 hat den Weggang von Trainer Thomas Tuchel mit harten Worten kommentiert. "Er hat uns eine tolle Zeit beschert, ist ein wirklich guter Trainer. Aber irgendwo kam ich mir schon verraten vor", sagte der 63-Jährige bei Sky Sport News HD.

Tuchel hatte bei Bundesligist FSV Mainz 05 nach der vergangenen Saison trotz eines Vertrags bis 2015 nach fünf Jahren seinen Rücktritt erklärt, um sich eine einjährige Auszeit zu nehmen. Zuletzt war er als Trainer beim HSV und auf Schalke gehandelt worden, auch von SPIEGEL ONLINE.

"Also ich persönlich bin schon ein bisschen schwierig damit umgegangen. Muss ich wirklich sagen, weil ich nicht gedacht habe, dass wir - nachdem wir ihm eine große Chance gegeben hatten, damals überhaupt Trainer zu werden - in dieser Art und Weise verlassen werden", sagte Strutz. "Natürlich hat dazu nicht gepasst, dass hinter unseren Rücken Gespräche mit anderen Vereinen geführt wurden. Das war für mich auch eine Frage der Ehre. Das habe ich nicht verstanden - bis zum heutigen Zeitpunkt nicht."

Tuchel hatte die Mainzer unmittelbar nach dem letzten Spieltag der abgelaufenen Saison verlassen. Ende Mai einigte sich der heute 41-Jährige mit dem Verein darauf, den bis Mitte 2015 laufenden Vertrag ruhen zu lassen. Tuchel bekommt kein Gehalt mehr. Sollte ihn ein anderer Verein verpflichten wollten, wäre allerdings eine Ablösesumme an Mainz 05 fällig. Tuchel sagte seinerzeit über die Einigung: "Diese einvernehmliche Lösung habe ich immer angestrebt."

Manager Christian Heidel sprach im Zuge des Trainerwechsels davon, dass zwei Vereine in der abgelaufenen Rückrunde Interesse an Tuchel angemeldet und mit Heidel gesprochen hätten. Diese Vereine seien Bayer Leverkusen und der FC Schalke 04 gewesen.

Tuchels Nachfolger Kasper Hjulmand war mit den Mainzern zwar in der Qualifikation zur Europa League und in der ersten DFB-Pokalrunde gescheitert, in der Bundesliga liegt der FSV aber auf einem guten sechsten Platz.

buc/sid



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