Für Neymar-Rückkehr Barcelona-Stars wollten vorerst auf Gehalt verzichten

Um Superstar Neymar zurückzuholen, haben die Profis des FC Barcelona laut Gerard Piqué angeboten, sich Gehälter später auszahlen zu lassen - um so Probleme mit dem Financial Fairplay zu umgehen.

2017 noch Teamkameraden: Gerard Piqué und Neymar
Bagu Blanco/ Pro Shots/ imago images

2017 noch Teamkameraden: Gerard Piqué und Neymar


Die Spieler des FC Barcelona haben sich im Sommer nicht nur mit öffentlichen Bekenntnissen um eine Rückholaktion des brasilianischen Superstars Neymar bemüht. Die Mannschaft war laut Abwehrspieler Gerard Piqué auch dazu bereit, die eigenen Verträge anzupassen und Verzögerungen bei den Gehaltszahlungen zu akzeptieren, um den finanziellen Spielraum des Klubs zu vergrößern und Probleme mit dem Financial Fairplay der Uefa zu umgehen.

"Wir haben Bartomeu (Klubpräsident Josep Maria; d. Redaktion) gesagt, falls es nötig wäre, Zahlungen in unseren Verträgen zu verzögern, um die Financial-Fairplay-Vorschriften einzuhalten und Neymar zu holen, dann würden wir es tun", sagte Piqué dem spanischen Radiosender "Cadena Ser". "Wir wollten kein Geld beisteuern, aber wir wollten es einfacher machen, indem wir zuließen, dass einige Zahlungen im zweiten oder dritten Jahr statt im ersten Jahr geleistet werden."

Barcelona verbrachte den Großteil der jüngsten Transferperiode mit dem Versuch, Neymar, der bereits von 2013 bis 2017 für den spanischen Klub gespielt hatte, von Paris Saint-Germain zurückzuholen. Die Vereine konnten sich jedoch nicht einigen. Die Katalanen, die bereits 120 Millionen Euro für Antoine Griezmann sowie 75 Millionen Euro für Frenkie de Jong ausgegeben hatten, waren auch durch das Financial Fairplay eingeschränkt. Die Finanzregeln der Uefa fordern im Kern, dass die Ausgaben von Klubs deren Einnahmen nicht übersteigen dürfen.

sak/Reuters/sid



insgesamt 8 Beiträge
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DerBlicker 31.10.2019
1. Richtig faire Sportsleute
Man wollte also das Financial Fairplay aushebeln, das ist echter Sportsgeist. Das zeigt aber sehr schön, wie die Katalanen ticken. Regeln gelten nur für andere, Hauptsache für sie gibt es Ausnahmen, genau so denken die Katalanischen Nationalisten.
Steinway 31.10.2019
2. Nchts kapiert ...
Nicht nur Gerard Piqué, sondern der Rest der Mannschaft hat wohl genauso wenig kapiert wieso die Financial Fairplay Regel eingeführt wurde. Mehr bleibt einem dazu nicht zu sagen!!!
ge1234 31.10.2019
3. Nun ja....
... das zeigt zumindest, welche Wertschätzung Neymar von Sachkundigen und Kollegen erfährt. Wird er doch gerne mal, vor allem auch hier im SPON-Forum, als komplett überschätzt verlacht und als Schwalbenkönig diffamiert. Soviel zum Sachverstand so vieler Foristen....
tollesSpiel 31.10.2019
4. Leicht gesagt.
Piqué hat gut Reden. Er muss sich als Abwehrspieler ja nicht für Neymar auf die Bank setzen.
Der_Müller 31.10.2019
5. Ist eine Verbesserung, dass
sich jetzt schon Spieler Gedanken über Regeln machen, die die Clubs einhalten müssen. Und wenn das Regelwerk ein solches Handeln zulässt, ist es meiner Meinung nach auch o.k., wenn diese so schönen genannten Gestaltungsmöglichkeiten wahrgenommen werden. Wer hat nicht schon alle Gestaltungsspielräume bei seiner Steuererklärung ausgeschöpft, die rechtlich o.k. sind? Wer hat die Grenze schon mal ein kleines bisschen verschoben?? Wer ohne Tadel ist, werfe den ersten Stein!
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