Fürstliches Gehalt Ailton forciert Wechsel nach Katar

Schon lange hat der Fußball-Verband Katar ein Auge auf Ailton geworfen. Jetzt ist der Brasilianer offenbar zu einem Wechsel vom FC Schalke 04 in das Emirat bereit. Neben der Unzufriedenheit über seine derzeitige Lage spielt die Aussicht auf ein hohes Millionengehalt im Wüstenstaat wohl eine große Rolle.


Reisewilliger Ailton: 2,8 Millionen netto
DDP

Reisewilliger Ailton: 2,8 Millionen netto

Gelsenkirchen - "Ailton hat unserem Kontaktmann Giuseppe Dioguardi sein unbedingtes Interesse an einem Transfer signalisiert", sagte Spielerberater Michael Ruhnau. Der Fußball-Verband Katars hat Ruhnaus Agentur beauftragt, Ailton zu einem Verein auf der arabischen Halbinsel zu locken.

Der Brasilianer soll bei Vertragsunterzeichnung in Katar 2,8 Millionen Euro netto pro Saison und ein Handgeld in gleicher Höhe kassieren. "Die Frage ist, ob die Katari bereit sind, eine hohe Ablösesumme zu zahlen", sagte Ruhnau. Angeblich aber hat der frühere Effenberg-Club Al Arabi bereits 3,8 Millionen Euro geboten, und damit mehr, als Schalke verlangt hätte, schreibt die "Bild"-Zeitung.

Klarheit über Ailtons Zukunft würde bereits in den kommenden ein oder zwei Tagen herrschen, so Ruhnau. Der FC Schalke wollte heute dazu keinen Kommentar abgeben.

Zwischen dem Emirat und Ailton besteht seit einigen Jahren ein besonderes Verhältnis, nachdem das Scheichtum den Angreifer einbürgern und in der Nationalmannschaft Katars einsetzen wollten. Damals scheiterte der Plan am Eingreifen des Weltverbandes Fifa.

Schalke soll seinerseits stark an einer Verpflichtung von Nationalspieler Kevin Kuranyi vom VfB Stuttgart interessiert sein. Dieser will sich in der kommenden Woche entscheiden. Der 23-Jährige kann die Schwaben für eine festgeschriebene Ablösesumme von sieben Millionen Euro verlassen, nachdem diese in der abgelaufenen Saison einen Champions-League-Platz verpasst hatten.

Die Schalker hatten außerdem U21-Nationalstürmer Mike Hanke an den VfL Wolfsburg abgegeben. Der 21-Jährige erhielt bei den Niedersachsen einen Vertrag bis 2009.



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