Funkel-Nachfolge Pagelsdorf lehnt vorerst ab

Obwohl er die Nominierungskriterien für den seit Samstag vakanten Arbeitsplatz beim Fußball-Bundesligisten Hansa Rostock erfüllt, steht Frank Pagelsdorf erst einmal nicht als Cheftrainer der Mecklenburger zur Verfügung.


Pagelsdorf: "Ich würde lügen..."
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Pagelsdorf: "Ich würde lügen..."

Rostock - Pagelsdorf lehnt ein sofortiges Engagement an seiner alten Wirkungsstätte ab. "Natürlich habe ich zu Hansa ein besonderes Verhältnis. Wenn ich etwas anderes sagen würde, würde ich lügen. Aber es ist so, dass ich klar gesagt habe, ich werde in diesem Jahr keinen Verein mehr übernehmen. Die Planung geht eher in Richtung 1. Juli 2002", sagte der 43-Jährige am Sonntagabend im N3-Fernsehen. Pagelsdorf war 1997 von Hansa zum Hamburger SV gewechselt und dort am 17. September 2001 entlassen worden.

Die Vereinsführung des derzeitigen Bundesliga-14. hatte etwaige Spekulationen über eine mögliche Rückkehr des in Rostock ungemein beliebten Pagelsdorf schon vorher dementiert. "Jeder weiß, dass Frank Pagelsdorf bei einem großen deutschen Fußballverein Trainer war, der viel finanzkräftiger ist als unser", meinte Vizepräsident Rainer Jarohs. Die Vereinsführung werde die Trainerdiskussion nicht öffentlich führen. "Wenn es so weit ist, werden wir den Trainer präsentieren", ergänzte Jarohs.

Auch Vorstandschef Manfred Wimmer lehnte jeglichen Kommentar zu Pagelsdorf und anderen kursierenden Trainernamen ab. Als Nominierungskriterien legte der 46-Jährige fest: "Der neue Mann muss wissen, wo er hinkommt, und Hansa als einen Bundesligaverein empfinden, mit dem vieles möglich ist. Er muss die nötige Fachkompetenz mitbringen und zu uns passen."



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