Nach Sieg im Relegationsspiel Fans des FC Ingolstadt auf Raststätte attackiert

Erst siegte der FC Ingolstadt im Relegationsspiel gegen Wiesbaden, dann wurden Anhänger auf der Heimreise von Unbekannten angegriffen. Die Täter flüchteten unerkannt.


Nach dem Sieg im Relegationshinspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden kam es für Anhänger des FC Ingolstadt an der Autobahn A3 zu unschönen Szenen: Am späten Freitagabend fuhren zwei Busse mit Anhängern des Klubs auf eine Raststätte in der Nähe von Würzburg, als einige der Insassen von unbekannten teilweise vermummten Personen angegriffen wurden.

Der Verein schrieb in einer Mitteilung, bei den Übergriffen wurden drei Personen verletzt, von der eine in die Notaufnahme musste, dort aber wieder entlassen werden konnte. In den Bussen hätten sich jeweils sowohl Fans als auch Mitarbeiter der Verwaltung aufgehalten, die von "blau-weiß maskierten Personen" überfallen worden seien. Auch Fanutensilien seien "gewaltsam entwendet" worden.

Die Polizei Würzburg-Biebelried bestätigte dem SPIEGEL den Vorfall. Zum gestrigen Zeitpunkt sei nur eine Person als verletzt gemeldet worden. Dies geschah nicht gegenüber den Beamten vor Ort, sondern etwa 20 Kilometer nach der Weiterfahrt. Der Mann sei stark alkoholisiert gewesen, teilte die Polizei mit. Der FC Ingolstadt bestätigte dem SPIEGEL, dass es sich um einen Fan sowie zwei Mitarbeiter gehandelt habe: "Zwei Personen erlitten kleinere Verletzungen, die der Polizei nicht gemeldet wurden", teilte die Pressestelle mit.

Gegen die Täter wird ermittelt

Zur Art der Vermummung und der Anzahl der Täter konnte die Polizei keine Angaben machen. Ob möglicherweise eine rivalisierende Fangruppe für den Vorfall verantwortlich sei, konnte sie weder bestätigen noch dementieren. Die Angreifer flüchteten unerkannt. "Wir haben derzeit keine Informationen darüber, um wen es sich bei den Tätern handelt. Mit den Anhängern des SV Wehen Wiesbaden besteht allerdings eine langjährige Fanfreundschaft und die Tat geschah fernab des Spiels", schrieb der Klub.

An einer Anzeigenerstattung habe laut der Polizei bisher kein Interesse bestanden. Die Ermittlungen seien aufgenommen worden. "Neben den Fans waren auch die Mitarbeiter privat unterwegs. Der FC Ingolstadt bietet ihnen jegliche Unterstützung an, kann für Privatpersonen aber keine Anzeige erstatten. Vor Ort wurden nach unserem Kenntnisstand keine Anzeigen seitens der betroffenen Personen erstattet", bestätigte der Verein.

ngo

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