Rassismus im EM-Qualifikationsspiel gegen England Uefa belegt Bulgarien mit Geisterspiel und Geldstrafe

Rassistische Fans haben den bulgarischen Fußball in eine Krise versetzt. Nun hat die Uefa den Verband für die Vorfälle bestraft - auch England muss für seine Anhänger bezahlen.

Bulgarische Anhänger beim Fußballspiel gegen England
GEORGI LICOVSKI/EPA-EFE/REX

Bulgarische Anhänger beim Fußballspiel gegen England


Die Uefa hat den bulgarischen Fußballverband nach den rassistischen Vorfällen in der EM-Qualifikation bestraft. Die Disziplinarkammer des Europäischen Fußball-Verbands verhängte nach den Vorkommnissen beim 0:6 der Bulgaren gegen England eine Sperre von zwei Spielen ohne Zuschauern und eine Geldstrafe von 85.000 Euro. Wie die Uefa mitteilte, wurde das zweite Spiel unter Zuschauerausschluss zur zweijährigen Bewährung ausgesetzt.

Am 14. Oktober waren in Sofia die englischen Profis von Heimfans massiv rassistisch beleidigt worden. Im Stadion waren Affenlaute zu hören und bulgarische Fans zeigten den Hitlergruß. Es kam im Anschluss zu Festnahmen vermeintlicher Täter, Verbandspräsident Borisslaw Michailow legte sein Amt ebenso nieder wie Nationaltrainer Krassimir Balakow. Bulgarien gilt nach ähnlichen Vorkommnissen in der Vergangenheit in dieser Hinsicht als Wiederholungstäter.

Sowohl Uefa-Präsident Aleksander Ceferin als auch Fifa-Präsident Gianni Infantino äußerten sich entsetzt. In der EM-Qualifikation belegt Bulgarien in der Gruppe A mit drei Punkten chancenlos den letzten von fünf Plätzen.

Der englische Verband muss wegen Störungen während der bulgarischen Nationalhymne eine Geldstrafe von 5000 Euro zahlen.

Bulgarien hatte sich für die kommende Europameisterschaft 2020 in elf europäischen Städten mit Sofia beworben. Die bulgarische Hauptstadt wurde von der Uefa allerdings nicht als Spielort ausgewählt.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben die Überschrift präzisiert.

jan/dpa

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