Nach Last-minute-Niederlage gegen Hoffenheim 1. FC Köln beurlaubt Trainer Beierlorzer

Gestern wurde bekannt, dass Sportchef Armin Veh seinen Vertrag mit sofortiger Wirkung aufgelöst hat. Nun hat der 1. FC Köln sich von Trainer Achim Beierlorzer getrennt.

Achim Beierlorzer dürfte nach der Niederlage gegen Hoffenheim schon geahnt haben, dass es für ihn in Köln nicht weitergeht
Jörg Schär / Getty Images

Achim Beierlorzer dürfte nach der Niederlage gegen Hoffenheim schon geahnt haben, dass es für ihn in Köln nicht weitergeht


Kurz nach der 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim teilte der 1. FC Köln mit, dass man sich mit Sportchef Armin Veh auf eine einvernehmliche Vertragsauflösung geeinigt habe. Trainer Achim Beierlorzer erfuhr davon erst im Interview mit "Dazn". Nun hat der Fußball-Bundesligist Beierlorzer von seinen Aufgaben entbunden.

Zunächst hatten der "Kölner Stadtanzeiger" und die "Bild"-Zeitung über das Aus des 51-Jährigen berichtet. Der Verein bestätigte die Freistellung Beierlorzers am Nachmittag auf seiner Homepage. Die Co-Trainer Andrè Pawlak und Manfred Schmidt übernehmen vorerst gemeinsam die Aufgaben des Cheftrainers.

Der Leiter der Kölner Lizenzspielerabteilung, Frank Aehlig, wird in der Stellungnahme wie folgt zitiert: "Ich bedauere es, dass wir uns zu diesem Schritt gezwungen sehen. Jedoch ist der erhoffte sportliche Erfolg ausgeblieben."

Auch Beierlorzer kommt in der Vereinsmitteilung zu Wort: "Ich bedauere, dass ich den FC in diesen vier Monaten nicht zum gewünschten sportlichen Erfolg führen konnte. Für den Rest der Saison wünsche ich der Mannschaft und dem Verein das nötige Quäntchen Glück und den erhofften Erfolg."

Die Freitagabendpartie gegen TSG Hoffenheim galt als "Schicksalsspiel" für den Trainer. Nach der unglücklichen Niederlage, das 1:2 fiel durch einen Elfmeter nach Videobeweis in der achten Minute der Nachspielzeit, wäre eine Weiterbeschäftigung Beierlorzers eine Überraschung gewesen.

Beierlorzer war erst im Sommer für 700.000 Euro vom Zweitligisten Jahn Regensburg verpflichtet worden. Für den 51-Jährigen war es die erste Trainerstation in der Bundesliga.

Nur zwei Siege in elf Ligaspielen

Nach einem schweren Auftakt-Programm verlor Köln zuletzt auch gegen Hertha BSC (0:4), in Mainz (1:3) und das erste Erstliga-Derby seit 22 Jahren bei Fortuna Düsseldorf (0:2). Zudem schied der FC in der zweiten DFB-Pokalrunde beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken aus.

In seinen elf Bundesliga-Spielen mit dem FC gelangen Beierlorzer nur zwei Siege: ein 2:1 in Freiburg und ein 3:0 gegen Tabellenschlusslicht Paderborn, acht Partien verlor Köln unter seiner Führung.

svs/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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meresi 09.11.2019
1. Ich bin nur wegen der Kommentare hier
hmm, okay. Na dann werd ich mal ins Gym gehen und mir die Meinungen später ansehen. War ja wohl klar dass der Trainer seinen Hut nehmen muß. Wo bleibt Bruno?
def_schneid 09.11.2019
2. Dieser Verein macht es einem schon schwer
Aber was soll man machen. Jedoch versagen die Entscheidungsträger alle der Reihe nach. Es gibt nur eins, versuchen die Klasse zu halten, von mir aus auch mit B.L., aber dann muss der Sauladen aufgeräumt werden inkl. grosse Teile der Mannschaft. Eigengewächse werden ständig abgegeben und Spieler geholt denen dieser Verein doch scheiss egal ist. Es ist wirklich zum kotzen.
B.Ro. 09.11.2019
3. Am 1. FC Köln...
...sind schon so viele Trainer in den letzten Jahren gescheitert, dass ich zu dem Schluss komme, dass es an der mangelnden Qualität der Spieler liegt. Warum gelingt Den Gladbachern , wovon der FC Köln nur träumen kann. Allein die Einsatzbereitschaft bei den Fohlen ist sensationell; hier kämpft jeder bis zum Letzten. Dagegen traben die Geisböcke über den Platz und erhalten dafür auch noch hohe Saläre. Mir scheint, dass viele Spieler des 1. FC weder in der Lage sind die Taktik der Trainer zu verstehen, geschweige umzusetzen. Der ganze Spielaufbau ist meist von Zufall geprägt. Hinzu kommt die schlechte Einkaufspolitik des FC. Da werden vermeintliche Topspieler wie Córdoba gekauft, die nicht im Ansatz ihre Investion wert sind. Warum schafft es ein Friedhelm Funkel die Düsseldorfer in der BL zu halten und das mit einem geringeren Etat? Man kann sich für den Dilletantismus des FC nur schämen; es gleicht der Politik in Köln.
neutralfanw 10.11.2019
4.
Man kann verlieren, wenn die Mannschaft schlecht spielt, wenn man keine Tore erzielt, wenn Fehlentscheidungen des Schiedsrichters den Spielverlauf beeinflussen. Man kann aber nicht jedes Jahr mindestens einen neuen Trainer einsetzen. Was man können sollte, ist jedoch, Ruhe in den Verein bringen, Bescheidenheit vorleben und den Krawallbrüdern unter den Fans den Zutritt ins Stadion verwehren. Es ist beschämend, diese Kriminellen als Fans zu bezeichnen.
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