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03. Februar 2018, 18:29 Uhr

Bayerns 17. Saisonsieg

...aber hinten war's nicht so doll

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Der FC Bayern ist auf dem Weg zur sechsten Meisterschaft in Folge nicht aufzuhalten. In Mainz gelang trotz schwächelnder Defensive der nächste Erfolg - dank der starken Reflexe des Torwarts.

Spannungskiller: Noch immer ist nicht abzusehen, wann genau Manuel Neuer ins Tor des FC Bayern zurückkehren wird. In der Bundesliga wird er seit seinem Mittelfußbruch im September von Sven Ulreich vertreten. Der 29-Jährige konnte gegen Mainz erneut seine ganze Klasse unter Beweis stellen: In der 52. Minute lenkte er einen Schuss von Robin Quaison aus kurzer Distanz mit einem starken Reflex über das Tor. Auch dank dieser Szene sollte keine Spannung mehr aufkommen - im Spiel und in der Liga.

Ergebnis: Der FC Bayern gewinnt problemlos 2:0 (2:0) bei Mainz 05 und feiert damit bereits seinen 17. Saisonsieg im 21. Spiel. Hier geht es zum Spielbericht.

Bayerns "B-Elf": Wohl dem, der so einen Kader hat. Gegen Mainz 05 verzichtete Trainer Jupp Heynckes - wohl auch im Hinblick auf anstehende Aufgaben in der Champions League - auf zahlreiche Stammspieler. Unter anderem blieben Robert Lewandowski, Arjen Robben und David Alaba auf der Bank. Doch die große Personalrochade fiel beim Blick auf die Startelf kaum auf - im Angriff spielten stattdessen Franck Ribery, Sandro Wagner und Thomas Müller. In der Innenverteidigung gab Mats Hummels nach sechswöchiger Verletzungspause sein Comeback.

Erste Hälfte: Auf einem schwer bespielbaren Platz hatten es die Bayern zunächst schwer, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Die erste gute Chance hatten die Mainzer, doch Alexandru Maxim setzte seinen Schuss knapp neben das Tor (20. Minute). Der Rekordmeister konnte sich in der Folge wieder mal auf die individuelle Klasse seiner Spieler verlassen: Zunächst traf Franck Ribéry nach einem Eckball per Direktabnahme (33.), kurz vor der Pause erhöhte James nach einer schönen Ballannahme aus kurzer Distanz auf 2:0 (44.).

Der ewige Franck: Bayern München ohne Franck Ribéry? Kaum noch vorstellbar! Seit 2007 spielt der Franzose für die Münchner, in 370 Pflichtspielen hat er mittlerweile 114 Tore erzielt - und damit mehr als Mario Gomez, Uli Hoeneß und Roy Makaay. Dennoch ist weiterhin unklar, ob der Vertrag von Ribéry am Saisonende verlängert wird. Mit wichtigen Toren liefert er aktuell gute Argumente, den Kontrakt ein weiteres und womöglich letztes Mal zu erweitern.

Zweite Hälfte: Die Bayern zogen sich nach Wiederbeginn etwas zurück und wurden vor allem nach Kontern gefährlich. Ribéry und Müller verpassten die frühzeitige Entscheidung und machten somit dem Gegner weiter Hoffnung auf eine Überraschung: Vor allem Quaison hätte für Spannung sorgen können. Doch zunächst scheiterte er an Ulreich (52.) und wenig später landete sein Schuss wenige Zentimeter neben dem Tor (74.).

Spannung, adé: 18 Punkte Vorsprung und ein Torverhältnis, das um 21 Tore besser ist als das des Zweiten Bayer Leverkusen. Spannung wird in dieser Saison nicht mehr aufkommen. Doch der sogenannte Spannungsabfall, den die Münchner in der Vergangenheit immer wieder beklagt hatten, könnte in der Champions League zur Gefahr werden. Dort wartet ab dem Viertelfinale Europas Elite. Gegen Manchester City, PSG oder Barcelona wird eine Leistung wie in Mainz nicht reichen.

Erkenntnis des Spiels: Bayern strebt konkurrenzlos dem sechsten Meistertitel in Serie entgegen. Doch die Partie in Mainz hat erneut Defensivschwächen offenbart. Nur mit Glück und dank der Paraden von Ulreich blieben die Münchner zum elften Mal in der laufenden Saison ohne Gegentor. Auch das Comeback von Mats Hummels - der Verteidiger hatte seinem Team sechs Wochen gefehlt - brachte nicht die erhoffte Sicherheit.

Und Mainz? Für die 05er wird es allmählich ernst. Nach der elften Niederlage und dem späten Sieg der Bremer in Gelsenkirchen rutsche Mainz auf den Relegationsplatz. Dem Klub droht die Zweitklassigkeit. Der letzte Abstieg liegt mehr als zehn Jahre zurück. Mut macht aktuell nur ein HSV auf Platz 17, der seit November nicht gewonnen hat.

FSV Mainz 05 - Bayern München 0:2 (0:2)
0:1 Ribéry (33.)
0:2 James (44.)
Mainz 05: Zentner - Donati, Bell, Alexander Hack, Diallo - Gbamin, Latza - Öztunali (46. Quaison), Maxim (57. Serdar), Holtmann (73. Berggreen) - Muto
Bayern München: Ulreich - Rafinha, Jerome Boateng, Hummels, Bernat - Rudy (70. Alaba) - Tolisso, James - Thomas Müller, Wagner (63. Lewandowski), Ribery (82. Coman)
Schiedsrichter: Sören Storks
Zuschauer: 34.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: - Rudy, Wagner (4), Jerome Boateng (3)

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