Fußball-Bundesliga Bayern stolpert gegen Frankfurt

Rückschlag im Titelrennen: Der FC Bayern hat durch zwei Gegentore in der Schlussphase bei Eintracht Frankfurt verloren - und könnte damit an diesem Spieltag die Tabellenführung verlieren. Werder Bremen gewann gegen den VfL Bochum, Freiburg setzte sich gegen Mainz durch.

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Hamburg - Bei seinem Debüt in der Startelf von Bayern München hatte David Alaba mit einer erstaunlich abgeklärten Leistung gegen den AC Florenz für Aufsehen gesorgt - und mit einem Rüffel für Superstar Franck Ribéry, den er im Achtelfinal-Rückspiel gegen die Italiener zu mehr Defensivarbeit aufforderte. Diese Unbekümmertheit dürfte in der Partie gegen Eintracht Frankfurt zu Ende gegangen sein. Um genau zu sein: zwischen der 87. und 89. Minute. Denn in diesen drei Minuten ermöglichte der 17-jährige Österreicher mit zwei schweren Fehlern den Frankfurtern zwei Treffer zum 2:1-Erfolg, für die Bayern war es die erste Niederlage in der Rückrunde.

Damit kann Schalke 04 am Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) mit einem Sieg beim Hamburger SV in der Tabelle an den Bayern vorbeiziehen. Bayer Leverkusen vergab mit der 0:3-Niederlage in Dortmund die Chance auf die Tabellenspitze.

"Ich habe heute keinen überragenden FC Bayern gesehen. Wir hatten im Mittelfeld und im Spiel nach vorne viel zu viele Ballverluste. Dadurch sind wir in der Defensive immer wieder unter Druck geraten", sagte Trainer Louis van Gaal. Außer der Niederlage hatte van Gaal auch den verletzungsbedingten Ausfall seines Abwehrchefs zu beklagen: Daniel van Buyten erlitt eine Prellung des Jochbeins und der Augenhöhle. Der Belgier musste in der 80. Minute ausgewechselt werden, danach fielen die beiden Gegentore. "Der Wendepunkt war dann die Verletzung von Daniel van Buyten. Der Wechsel danach war ein Wechsel zu viel."

Nationalstürmer Miroslav Klose hatte den Rekordmeister mit seinem zweiten Saisontor bereits in der siebten Minute in Führung gebracht, dann drehten die Einwechselspieler Juvhel Tsoumou (87.) und Martin Fenin (89.) die Partie. Vor dem Ausgleichstreffer wollte Alaba unbedrängt einen Rückpass zu Torhüter Hans-Jörg Butt spielen, doch der Ball landete bei Tsoumou, der mit etwas Glück aus kurzer Distanz Butt überwand. Eine Minute vor Spielende beschränkte sich Alaba dann gegen Fenin auf Begleitschutz, der Frankfurter Angreifer konnte sich in aller Ruhe drehen - und traf aus spitzem Winkel per Spannstoß zum Sieg.

Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Arena hatte Klose nach einem Pass von FCB-Kapitän Mark van Bommel keine Probleme, den Ball aus kurzer Distanz einzuschieben. Der FCB begann zunächst sehr konzentriert und erspielte sich bereits nach 54 Sekunden die erste Möglichkeit. Der niederländische Offensivstar Arjen Robben zeigte sein ganzes Können, als er seinen Gegenspieler Christoph Spycher auf der rechten Seite einfach überlief, dann aber mit seinem Schuss aus spitzem Winkel am aufmerksamen Eintracht-Keeper Oka Nikolov scheiterte.

Frankfurt dreht das Spiel

Danach ließen die Bayern nach, die Frankfurter kamen zunehmend besser ins Spiel. Zunächst scheiterte Benjamin Köhler knapp mit einem Linksschuss aus rund 20 Metern (14.). Sechs Minuten später klärte Bayern-Verteidiger Daniel van Buyten nach einem Kopfball von Alexander Meier auf der Torlinie. In der 21. Minute lenkte Butt einen Kopfball von Köhler gerade noch über die Torlatte.

Auch nach dem Seitenwechsel setzten die Frankfurter die ohne die verletzten Mario Gomez, Franck Ribéry und Ivica Olic angetretenen Gäste weiter unter Druck. Ein Heber von Außenverteidiger Sebastian Jung konnte Butt gerade noch mit den Fingerspitzen zur Ecke lenken (49.). Zudem schoss Pirmin Schwegler aus kurzer Distanz knapp am linken Torpfosten der Bayern vorbei (53. ). Auch ein Freistoß von Caio strich nur Zentimeter am Tor der Münchner vorbei (59.). In der dramatischen Schlussphase ließen sich die Bayern zweimal überrumpeln.

Frankfurt - Bayern 2:1 (0:1)
Tore: 0:1 Klose (7.), 1:1 Tsoumou (87.), 2:1 Fenin (89.)
Frankfurt: Nikolov - Jung, Russ, Chris, Spycher (83. Tsoumou) - Schwegler - Heller (79. Korkmaz), Meier - Köhler - Caio (74. Fenin), Halil Altintop
München: Butt - Alaba, Badstuber, van Buyten (80. Hamit Altintop), Lahm - van Bommel, Schweinsteiger - Robben, Pranjic (65. Timoschtschuk) - Klose, Müller
Schiedsrichter: Michael Weiner
Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Klose, Badstuber

insgesamt 2608 Beiträge
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Seite 1
Matyaz 04.08.2009
1. Was für eine gewagte Prognose!
Tolle Prognose: man nehme alle Aufsteiger sowie die 2 schlechtplatziertesten Bundeligisten der letzten Saison, die noch die Klasse halten konnten -und komplett sind die Abstiegskandidaten. Dass Nürnberg und Freiburg eingespielte und spielstarke Mannschaften sind bleibt da ebenso unberücksichtigt wie der stattliche Gladbacher Etat, der immer noch den ein oder anderen Noteinkauf zulässt, sollte es brenzlig werden. Meiner Meinung nach werden neben Mainz und Bochum eher Vereine wie Hannover,Frankfurt, Köln oder gar Berlin erhebliche Probleme mit dem Klassenerhalt haben.
frubi 04.08.2009
2.
Zitat von MatyazTolle Prognose: man nehme alle Aufsteiger sowie die 2 schlechtplatziertesten Bundeligisten der letzten Saison, die noch die Klasse halten konnten -und komplett sind die Abstiegskandidaten. Dass Nürnberg und Freiburg eingespielte und spielstarke Mannschaften sind bleibt da ebenso unberücksichtigt wie der stattliche Gladbacher Etat, der immer noch den ein oder anderen Noteinkauf zulässt, sollte es brenzlig werden. Meiner Meinung nach werden neben Mainz und Bochum eher Vereine wie Hannover,Frankfurt, Köln oder gar Berlin erhebliche Probleme mit dem Klassenerhalt haben.
Frankfurt und Hannover sind bei mir auch die ersten Kandidaten für eine Trainerentlassung. Ich hoffe zwar, dass so viele Trainer wie möglich im Amt bleiben aber man kennt ja das beliebte Trainerhopping. Skibbe und Hecking sind definitv die schwächsten Trainer. Viele schwerer ist die Frage: Wer wird der neue "Spieler der Saison"?? Wenn Carlos Eduardo seinen Nerven ein bisschen besser im Griff hat könnte er den Platz von Diego einnehmen. Özil könnte ebenfalls einschlagen. Aber ansonsten fällt mir aussser Ribery keiner mehr ein, der dieses Jahr richtig einschlagen könnte. Spannend wird der Kampf um die Plätze zur WM 2010. Für mich stehen bisher nur 5-7 Spieler fest. Der Rest kann sich noch Grundlegend ändern. Wie entwickeln sich unsere U21 Europameister? Werden Marin und Özil das neue Mittelfeld-Traumpaar?
yoshitsune 04.08.2009
3. SGE wird nicht absteigen
Ich glaube kaum, dass die Eintracht absteigen wird. Der Derby-Pokal-Erfolg wird fuer genuegend Aufwind bis zum Ende der Saison reichen. Wobei man aber ja auch aus leidvoller Erfahrung weiss, dass eine stark beginnende Eintracht meistens zum Ende der Saison zum Katastrophalen tendiert. Sagte der Eintracht-Fan. ;-)
Tail on the Donkey 04.08.2009
4.
Tja, da kann ich mir meinen Beitrag ja fast sparen: Hannover, Frankfurt und Köln sind auch bei mir ganz heiße Kandidaten auf einen Ausflug in die Zweitklassigkeit. Was Mainz angeht, nun, da scheinen Prognosen selbst von 12 Uhr bis Mittag zu weit gegriffen, zwischen gesichertem Mittelfeld und "am 11.11. bereits rechnerisch abgestiegen" erscheint alles möglich. Bochum seh ich auch stark gefährdet, Nürnberg und Freiburg haben dagegen das Potenzial, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Da die Saison ja nun unmittelbar vor der Tür steht und die wesentlichen Transferentscheidungen durch sein dürften, könnte sich das Ganze am Ende so darstellen: 1. München (akzeptabler Start, in der Rückrunde nicht zu stoppen) 2. Hamburg (es kommen leichtere Aufgaben als Düsseldorf) 3. Stuttgart (die Osteuropa-Fraktion schlägt voll ein) 4. Bremen (Wundertüte, allerdings diesmal mit direkter int. Quali) 5. Dortmund (auf dem Weg nach oben) 6. Wolfsburg (Niveau der letzten Saison kann nicht ganz gehalten werden) 7. Schalke (Altintop schießt zu viele Freistöße) 8. Leverkusen (kann ehrlich gesagt auch 2ter werden) 9. Hoffenheim (kennt die eigentlich noch jemand? Und was ist Rangnick?) 10. Nürnberg (die spielen einen tollen Kombinationsfußball) 11. Berlin (mehr ist kaum drin) 12. Gladbach (die Verstärkungen sehen auf den ersten Blick tauglich aus) 13. Freiburg (gemeinsam mit Nürnberg auf jeden Fall Buli-tauglich) 14. Frankfurt (hier wirds dagegen ganz eng) 15. Köln (Poldi wird sogar einschlagen, am Rest allerdings haperts) 16. Mainz (irgendwas von 14-18, Tendenz Abstiegskampf pur) 17. Hannover (ich hab da ne verdammt miese Saison im Urin) 18. Bochum (die Unabsteigbaren sind mal wieder dran) Irrtümer um 1-2 Positionen nicht ausgeschlossen, allerdings sei der Kreis der Titelanwärter mit den ersten 2, der int. Plätze mit einschließlich Wolfsburg + Leverkusen und der Abstiegskandidaten ab Frankfurt umrissen. Und jetz wird's Zeit, dass' endlich wieder los geht! :-)
Toradac 04.08.2009
5. In erster Linie erwarte ich...
Zitat von sysopMission Titelverteidigung in Wolfsburg, das Magath-System auf Schalke und die verstärkten Bayern: Was erwarten Sie von der neuen Bundesliga-Saison? Wer holt den Titel? Wer steigt ab? Diskutieren Sie mit.
...eine spannende Saison, auch wenn mir klar ist, daß die letzte kaum zu wiederholen sein wird. Titelfavoriten sind für mich der FC Bayern (schon fast ein Naturgesetz), der Vfl Wolfsburg (der es geschafft hat, seine Meistermannschaft zusammenzuhalten und sogar noch zu verstärken), der Hamburger SV (der m.E. gut eingekauft hat) sowie eine Überraschungsmannschaft (könnte in diesem Jahr Leverkusen oder Werder Bremen sein). Um die internationalen Startplätze kämpfen außerdem noch der VfB Stuttgart, Schalke (wenn Magath einschlägt), Hoffenheim und vielleicht auch noch Borussia Dortmund. Die "Weder-Fisch-noch-Fleisch-Franktion", bei der nach oben nichts geht und die mit dem Abstieg nicht viel zu tun haben, besteht aus Köln, Hertha, Nürnberg und Frankfurt. Außer Nürnberg (die ich für sehr spielstark halte) haben naturgemäß die Aufsteiger die größten Probleme, den Abstieg zu verhindern, bei Mainz wird es durch den gestrigen Trainerwechsel noch verschlimmert, Freiburg schätze ich etwas stärker ein, aber auch die müssen sich strecken. Auf Hannover und den Vfl Bochum kommt eine ganz schwere Saison zu, beide müssen ebenfalls bis zum Ende zittern. Am wenigsten kann ich in dieser Saison Mönchengladbach einschätzen, entweder früh im gesicherten Mittelfeld oder aber auch kämpfen bis zum Schluß um den Klassenerhalt. Lassen wir uns überraschen - Freitag geht's endlich wieder los!
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