Fußball-Bundesliga Blitz-Gegentor, Siegtreffer in der Nachspielzeit – BVB feiert Last-Minute-Erfolg

Rückstand nach zwei Minuten, der Ausgleich ein Zufallsprodukt, dann gut 85 Minuten ohne Großchancen: Der BVB tat sich in Mainz lange schwer. Dann kam der große Moment für Einwechselspieler Giovanni Reyna.
Giovanni Reyna entschied das Spiel spät

Giovanni Reyna entschied das Spiel spät

Foto: Lars Baron / Getty Images

Für Vizemeister Borussia Dortmund ist die Hinrunde in der Fußball-Bundesliga bei Mainz 05 mit einem Sieg in letzter Minute zu Ende gegangen. Nach frühen Treffern des Mainzers Lee Jae-sung (2. Minute) und von BVB-Zugang Julian Ryerson (4.) dauerte es bis in die Nachspielzeit, bis Giovanni Reyna das 2:1 (1:1) erzielte (90.+3). Dortmund steht nach 17 Spieltagen fünf Punkte hinter Tabellenführer Bayern München auf, die Mainzer beenden die Hinserie mit 20 Punkten auf Platz zwölf.

Die Partie startete spektakulär: Eine frühe Mainzer Ecke köpft Lee zur Führung ins Tor, nachdem er sich zuvor gegen Ryerson durchgesetzt hatte (2.). Der Norweger, zu Beginn der Winterpause von Union Berlin zum Kader des BVB gestoßen, trat nur zwei Minuten später erneut in Erscheinung – diesmal auf der anderen Seite: Einen Abschluss Ryersons fälschte Edimilson Fernandes unhaltbar ins eigene Tor ab, aus einer Verlegenheitsaktion wurde so der schnelle Ausgleich (4.).

Hinten wie vorne auffällig: Neu-Dortmunder Julian Ryerson

Hinten wie vorne auffällig: Neu-Dortmunder Julian Ryerson

Foto: Torsten Silz / dpa

In der Folge nahm das Tempo merklich ab. Mainz zog sich weit zurück und lauerte auf Ballgewinne, die Dortmunder bemühten sich, Außenstürmer Donyell Malen und Karim Adeyemi in Eins-gegen-Eins-Duelle zu schicken. Platz genug dafür war aber selten, immer wieder orientierten sich die BVB-Stürmer zu früh in die Spielfeldmitte und fanden sich in Unterzahl gegen die Mainzer Abwehr wieder. Ein Abschluss Youssoufa Moukokos ans Außennetz (8.), eine Chance für Adeyemi, der den Ball aus dem Gewühl übers Tor setzte (14.) – viel mehr fiel dem BVB vor der Pause nicht ein.

Auch neue Angreifer bleiben blass

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es offensiv beiderseits bei Stückwerk. Adeyemi blieb gleich bei mehreren Versuchen ungefährlich, für die Mainzer köpfte Marcus Ingvartsen knapp übers Tor (60.).

Dann reagierte BVB-Coach Edin Terzić gleich dreifach: Emre Can ging ebenso vom Feld wie die glücklosen Malen und Moukoko, an ihre Stelle traten mit dem von Hodenkrebs genesenen Sébastien Haller, Giovanni Reyna und Jamie Bynoe-Gittens drei neue Offensivkräfte.

Das Spiel wurde nun offener, Bynoe-Gittens schlenzte aus dem Strafraum in die Arme von Finn Dahmen (68.), Angelo Fulgini prüfte auf der Gegenseite Gregor Kobel (74.). Nachdem Trainer Bo Svensson dem aus Straßburg verpflichteten Stoßstürmer Ludovic Ajorque zu seinem Bundesliga-Debüt für Mainz 05 verhalf, wurde es für den BVB bei hohen Bällen in der Schlussphase noch einmal brenzlig – Anton Stach setzte die beste Chance knapp am langen Pfosten vorbei (87.), ehe Reyna eine von Haller per Kopf verlängerte Ecke aus kurzer Distanz über die Linie drückte.

cev
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.