Fußball-Bundesliga Dortmund müht sich zum Sieg in Freiburg

Der SC Freiburg konnte gegen Dortmund lange mithalten, dann brachte ein Traumtor eines ehemaligen Freiburgers den knappen Sieg für den BVB. Trotzdem herrschte auf der Borussia-Bank nach dem Schlusspfiff schlechte Stimmung.

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Hamburg - Die Favoritenrolle war klar verteilt beim Spiel des SC Freiburg gegen Borussia Dortmund, schließlich trat der Vorletzte gegen den Tabellenzweiten an. Doch mit Kampf und Leidenschaft konnte der Sport-Club der Borussia lange Zeit Paroli bieten - bis in der zweiten Hälfte Kapitän Sebastian Kehl mit einem Sonntagsschuss den 1:0 (0:0)-Siegtreffer für den BVB erzielte (58. Minute).

Torschütze Kehl zeigte Mitgefühl für seinen Ex-Club: "Schade für Freiburg, denn das ist ein toller Verein mit einer tollen Führung", sagte der 34-Jährige. Freiburgs Verteidiger Matthias Ginter war enttäuscht: "Es ist sehr, sehr ärgerlich, wieder mit null Punkten dazustehen."

Mit nun 48 Punkten festigte die Borussia in der Tabelle Platz zwei hinter dem FC Bayern. Freiburg verpasste die Chance, die Abstiegsränge zu verlassen.

Im Vorfeld musste Dortmunds Trainer Jürgen Klopp einmal mehr auf wichtige Spieler verzichten. Marco Reus war aufgrund muskulärer Probleme noch nicht einsatzfähig, Robert Lewandowski fiel wegen einer Dehnung im Knie aus. Für den Polen gab Julian Schieber sein Startelf-Debüt in dieser Bundesliga-Saison, Reus wurde von Pierre-Emerick Aubameyang vertreten.

Sokratis sieht nach Foul kurz vor dem Strafraum nur Gelb

Dortmund setzte Freiburg gleich nach dem Anpfiff unter Druck, einen Freistoß von Nuri Sahin (6.) konnte SC-Torwart Oliver Baumann aber mühelos halten. Anschließend lösten sich die Freiburger von der Dortmunder Umklammerung. Es dauerte allerdings bis zur 25. Minute, ehe der SC nach einer Faustabwehr von Roman Weidenfeller zu seinem ersten Torschuss kam. Philipp Zulechner schoss den Ball auf die Tribüne.

Bis zur Halbzeit blieben Chancen Mangelware. Aubameyang bekam einen langen Ball von Mats Hummels im Freiburger Strafraum nicht unter Kontrolle (40.). Auf der Gegenseite konnte Sokratis Freiburgs Zulechner nur mit einem Foul kurz vor dem Strafraum stoppen. Mehr als eine Gelbe Karte für den Griechen und ein harmloser Freistoß von Jonathan Schmid sprang anschließend aber nicht heraus (44.).

Nach der Pause erhöhte Dortmund den Druck, doch Schieber verpasste eine Flanke von Henrich Mchitarjan knapp. Passend zum Spiel brachte schließlich ein Distanzschuss die Führung: Sebastian Kehl zog aus rund 25 Metern ab, der Ball senkte sich hinter Baumann ins Freiburger Tor (58.) - ein traumhafter Treffer des Dortmunder Kapitäns, der 2002 von Freiburg zur Borussia gewechselt war.

Anschließend hatte Dortmund das Spiel im Griff und verpasste in der Schlussphase mehrere Gelegenheiten, die Führung noch auszubauen. Der eingewechselte Jonas Hofmann verzog nach Zuspiel von Aubameyang (88.), Mchitarjan ließ sich im Strafraum abdrängen (89.).

Der Dortmunder Jubel hielt sich nach dem Schlusspfiff in Grenzen, stattdessen gab es einen Disput zwischen Trainer Klopp und Sahin, der offenbar unzufrieden war über seine Auswechslung. Kurze Zeit später zeigte sich zumindest der Dortmunder Coach aber wieder gutgelaunt. "Wer solche Spiele gewinnt, wird Meister", scherzte Klopp. "Aber das geht ja nicht."

SC Freiburg - Borussia Dortmund 0:1 (0:0)
0:1 Kehl (58.)
SC Freiburg: Baumann - Sorg, Krmas, Ginter, Günter - Schuster (76. Coquelin), Fernandes - Schmid, Darida (66. Kerk) - Mehmedi, Zulechner (70. Klaus).
Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer - Kehl, Sahin (63. Kirch) - Aubameyang, Mchitarjan (90+2. Friedrich), Großkreutz - Schieber (74. Hofmann).
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Fernandes (4) - Mchitarjan (5), Sokratis (4)
Torschüsse: 10:12
Ecken: 1:5
Ballbesitz: 58:42

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tim

insgesamt 36 Beiträge
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Seite 1
Stabhalter 09.03.2014
1. ohje
Zitat von sysopAFPDer SC Freiburg konnte gegen Dortmund lange mithalten, dann brachte ein Traumtor eines ehemaligen Freiburgers den knappen Sieg für den BVB. Trotzdem herrschte auf der Borussia-Bank nach dem Schlusspfiff schlechte Stimmung. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-bundesliga-borussia-dortmund-gewinnt-beim-sc-freiburg-a-957737.html
die Freiburger Bobbele brauchen kein neues Stadion denn die 2.Liga ist besiegelt.Streicht den Streich,der bringt absolut nichts.Armer Sportclub!!
ekel-alfred 09.03.2014
2.
Zitat von sysopAFPDer SC Freiburg konnte gegen Dortmund lange mithalten, dann brachte ein Traumtor eines ehemaligen Freiburgers den knappen Sieg für den BVB. Trotzdem herrschte auf der Borussia-Bank nach dem Schlusspfiff schlechte Stimmung. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-bundesliga-borussia-dortmund-gewinnt-beim-sc-freiburg-a-957737.html
Kein Wunder, denn der BVB tut sich allem Anschein nach, gegen die Kellerkinder der Liga sehr schwer. Da braucht mir auch keiner was von fehlenden Stammkräften erzählen, gegen Freiburg sollte auch die zweite Garde glänzen können.
hattrick73 09.03.2014
3.
Schmutziger Arbeitssieg. Bringt aber auch drei Punkte. Das ist der Unterschied, den Dortmund von Leverkusen und Schalke trennt. Denke, dass Dortmund sicherer Zweiter wird.
Paul 57 09.03.2014
4. Glücklicher Sieg
Sokratis hätte eine rote Karte bekommen können, die gelbe Karte war eher glücklich. Das Tor war auch recht glücklich für die Dortmunder, ab der 70 Minute ließen die Freiburger Kräfte nach. Wer solche Spiele gewinnt, wird Meister. Bedenklich ist der Disput zw. Klopp und Sahin, das fahrige Auftreten von Klopp im anschließenden Interview und seine Neigung zu viele Konfllikte (Sammer) zu eröffnen. Diese Dortmunder sind weit davon entfernt, eine Konkurrenz für die Bayern zu sein, ungeachtet, dass heute 6 Leistungsträger gefehlt haben.
Boesor 09.03.2014
5.
Nach dem Spiel kann man sich im wesentlichen nur über die drei Punkte und natürlich Kehls traumtor freuen. Viel Stückwerk im Spiel und alles in allem eine mäßige Leistung. Aber, Achtung Phrasenalarm, die drei Punkte sind trotzdem wichtig.
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