Bayern nur unentschieden Alcácer-Doppelpack in der Nachspielzeit - Dortmund ist wieder Tabellenführer

Eine Woche vor dem Spitzenspiel bei Bayern München hat Borussia Dortmund die Tabellenführung zurückerobert. Der BVB besiegte den VfL Wolfsburg, die Münchner mussten sich in Freiburg mit einem Unentschieden begnügen.

Sascha Schürmann / AFP

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 2:0 (0:0)

Dank zweier später Tore von Paco Alcácer ist Borussia Dortmund wieder Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Der BVB besiegte der VfL Wolfsburg, während der FC Bayern in Freiburg nur unentschieden spielte.

Die Dortmunder mussten kurzfristig auf Kapitän Marco Reus verzichten, bei dessen Lebensgefährtin Scarlett Gartmann vor der Partie die Wehen eingesetzt haben. Das Paar erwartet das erste Kind.

Dass Reus fehlte, merkte man der Borussia über weite Strecken an. Nach einer Stunde hatte der Tabellenzweite noch keinen Schuss aufs gegnerische Tor gebracht. Als es schon nach einem torlosen Unentschieden aussah, schlug Alcácer in der Nachspielzeit mit einem Doppelpack zu (90.+1, 90.+4).

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Dortmund-Sieg gegen Wolfsburg: Der Doppel-Paco

SC Freiburg - Bayern München 1:1 (1:1)

Bayern-Trainer Niko Kovac musste beim Auswärtsspiel in Freiburg kurzfristig auf Stammtorhüter Manuel Neuer verzichten, der wegen muskulärer Probleme ausfiel. Neuers Ersatzmann Sven Ulreich holte als erste Aktion den Ball aus dem eigenen Netz, Freiburg ging früh in Führung. Nach einer Flanke von Christian Günter vom linken Flügel köpfte Lucas Höler den Ball ins lange Eck (3. Minute). Höler hatte sich in die Lücke zwischen die Münchner Innenverteidiger Jérôme Boateng und Mats Hummels geschlichen und kam unbedrängt zum Kopfball.

Doch die Münchner brauchten nicht mal 20 Minuten um auszugleichen. Die Freiburger konnten eine Ecke nicht klären. Ein abgefälschter Schuss von Leon Goretzka landete am Fünfmeterraum bei Robert Lewandowski, der sich den Ball mit einem guten ersten Kontakt selbst auflegte und dann per Seitfallzieher ins lange Eck traf (22.).

In der Folge waren die Bayern zwar das bessere Team und erspielten sich eine Reihe von Abschlüssen, kamen aber nicht zu einem weiteren Tor. Die beste Chance vergab Lewandowski, als er nach schönem Zuspiel von Serge Gnabry am Freiburger Schlussmann Alexander Schwolow scheiterte (77.).

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Fußball-Bundesliga: Ein Lewandowski-Seitfallzieher ist nicht genug

Werder Bremen - FSV Mainz 05 3:1 (2:0)

Die Partie begann denkbar gut für die Gastgeber. Max Kruse spielte aus der eigenen Hälfte einen Pass in den Lauf von Milot Rashica. Der Angreifer umkurvte Mainz-Keeper Florian Müller und schob zur frühen Führung ein (3.). Dann wurde es zunächst etwas ruhiger - doch noch vor dem Seitenwechsel legten die Bremer durch Kruse nach (36.). Etwas Spannung kam auf, als Robin Quaison in der zweiten Hälfte zum Mainzer Anschluss traf (52.) - doch Kruse machte mit seinem zweiten Tor alles klar (63.).

Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach 3:1 (3:0)

Fortuna Düsseldorf legte einen Traumstart hin. Bereits nach 16 Minuten führte der Gastgeber mit drei Toren. Das 1:0 durch Rouwen Hennings fiel bereits nach sechs Minuten, Kevin Stöger traf nach zwölf Minuten zum 2:0. Erneut Hennings machte den Gladbacher Albtraum perfekt (16.). Bemerkenswert: Düsseldorfs Mittelfeldspieler Benito Raman bereitete alle drei Treffer vor. Die Borussia, die durch Denis Zakaria immerhin noch zum 1:3 kam, kann aufgrund der Niederlage am Sonntag von Eintracht Frankfurt vom Champions-League-Platz verdrängt werden.

1. FC Nürnberg - FC Augsburg 3:0 (0:0)

Der 1. FC Nürnberg hat einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert. Gegen den FC Augsburg gewann der Aufsteiger dank Treffern von Mikael Ishak, Matheus Pereira und Eduard Löwen. Ishak traf nach einem Freistoß aus kurzer Distanz in der 52. Minute zur Führung. Kurz vor Schluss vollendete Pereira einen Konter zum 2:0 (88.), in der Nachspielzeit sorgte Löwen für den Endstand (90.+1). Nürnberg verließ dank des ersten Siegs seit sechs Monatenden den letzten Tabellenplatz, überholte Hannover 96 und hat noch vier Punkte Rückstand auf den VfB Stuttgart, der den Relegationsplatz belegt. Hannover (gegen Schalke) und der VfB (in Frankfurt) können am Sonntag aber noch punkten.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version der Meldung hieß es, der 1. FC Nürnberg habe 2:0 gegen Augsburg gewonnen. Wir haben das dritte Tor ergänzt und den Endstand korrigiert.

bka/mmm



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spon_2937981 30.03.2019
1. Abschied
Das dürfte heute Boatengs Abschiedsspiel gewesen sein. Sofern sich nicht Süle oder Hummels nochmal verletzen, würd ich den nicht mehr auflaufen lassen. Um es mit den Worten von Miro Klose zu sagen: er 'schleppt nur noch seinen Kadaver über den Platz'. Und ich glaube, ein Jovic z.B. bräuchte sich nicht hinter Lewy anzustellen. Sondern Lewy müsste darum kämpfen, wieder ins Team zu kommen. Seine Zeit ist rum.
gugagei 30.03.2019
2.
Im stadion sah es nach einem 3:0 für Nürnberg aus aber vermutlich war um 17:15 Redaktionsschluss ;)
sirpeter 30.03.2019
3. Bayern patzt
Dortmund hat es jetzt in der Hand wieder in Richtung Meisterschaft alles klar zu machen......wir wollen Mal hoffen das nächsten Samstag alles mit rechten Dingen zugeht.....also in Sachen Schiedsrichterentscheidungen.....das ist ja bei Heimspielen des FCB immer so eine Sache ?
der_dr_Nickel 30.03.2019
4. Team der Saison...
...:F95, Trainer der Saison: Friedhelm Funkel, Spieler der Saison: Luka Jovic ;-)) Ohne Quatsch, was die Fortuna abliefert ist großes Kino und aller Ehren wert. Gegen die Adlerträger haben sie ein richtig gutes Spiel abgeliefert und mit 1,2 Toren zu hoch verloren. Die Fohlen werden langsam durch gereicht, ob es so für die CL langt? Glaube nicht.
skeptikerjörg 30.03.2019
5. Vorteil BVB
Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und bevor wieder alle loslegen: Ja, es ist Glück, wenn man den Sieg in der 90. und 90 +2 Minute klar macht, aber man muss halt auch bis zum Abpfiff an sich glauben. Und ja, es ist auch Glück für Freiburg, dass Lewandowski und Goretzka nicht das Tor machen. Ist aber egal, wie den Bayern heute ging es dem BVB in Nürnberg und in Düsseldorf. Wobei Düsseldorf ... Hut ab und Respekt. Nächsten Samstag also der Showdown. Auch da wird die Meisterschaft nicht entschieden, sondern erst in den Spielen danach. Aber der BVB hat den psychologischen Vorteil auf seiner Seite.
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