Fußball-Bundesliga Borussia Dortmund verpflichtet Nationalspieler Schlotterbeck vom SC Freiburg

Nach Bayern-Profi Niklas Süle wechselt auch Freiburgs Nico Schlotterbeck zu Borussia Dortmund und unterschreibt bis 2027. Der Sportclub will als Nachfolger angeblich Matthias Ginter zurückholen.
Nico Schlotterbeck wechselt vom SC Freiburg zu Borussia Dortmund

Nico Schlotterbeck wechselt vom SC Freiburg zu Borussia Dortmund

Foto: Eibner / IMAGO

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat Nico Schlotterbeck vom Ligakonkurrenten SC Freiburg verpflichtet. Der 22 Jahre alte Innenverteidiger erhält beim BVB einen Fünfjahresvertrag bis 2027. Das gaben die Dortmunder nach dem Medizincheck am Montag bekannt. Schlotterbeck ist nach Niklas Süle (Bayern München) der zweite Nationalspieler, der im Sommer zum achtmaligen deutschen Meister wechselt.

»Nico Schlotterbeck ist ein junger deutscher Nationalspieler, der eine großartige Entwicklung genommen hat. Sein Profil passt perfekt zum BVB«, sagte Sportdirektor Michael Zorc. Über die Ablösemodalitäten machten beide Vereine keine Angaben. Zuletzt stand eine Summe um die 20 Millionen Euro im Raum.

»Ich möchte damit Klarheit für den SC Freiburg, Borussia Dortmund und mich persönlich schaffen«, sagte Schlotterbeck und fügte hinzu: »Es ist mir wichtig, mich auf der Zielgeraden der Saison voll und ganz auf die ausstehenden drei Spiele mit dem SC Freiburg, die wir hoffentlich erfolgreich bestreiten werden, konzentrieren zu können. Danach freue ich mich auf die neuen Aufgaben mit dem BVB.«

Leistungsträger beim Freiburger Überraschungsteam: Nico Schlotterbeck

Leistungsträger beim Freiburger Überraschungsteam: Nico Schlotterbeck

Foto: Tom Weller / dpa

Bislang lief Schlotterbeck, der erst im März für die DFB-Elf debütierte, in zwei Länderspielen für die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick auf. Dem 1,91 Meter großen Linksfuß, der beim Pokalfinalisten und Bundesliga-Überraschungsteam aus Freiburg in dieser Saison nur zwei Spiele verpasst hat und sonst stets in der Startelf stand, wird mittelfristig auch ein Stammplatz im Nationalteam zugetraut.

Baustein für eine neue BVB-Abwehr

Schlotterbeck gilt als moderner Innenverteidiger, der mit dem Ball am Fuß das Spiel umsichtig aufbaut und defensiv eine schnelle Auffassungsgabe mit Kopfball- und Zweikampfstärke verbindet. Durch seine Leistungen in Freiburg soll Schlotterbeck die Aufmerksamkeit finanzstärkerer Klubs als Borussia Dortmund auf sich gezogen haben, auch von einem vagen Interesse des FC Bayern München war in Medienberichten zu lesen. Zorc-Nachfolger Sebastian Kehl, 2002 ebenfalls aus Freiburg nach Dortmund gewechselt, erklärte, Schlotterbeck habe »ganz bewusst den BVB gewählt, um sich hier sportlich weiterzuentwickeln«.

Die Chancen auf einen Stammplatz stehen gut: Das Duo Schlotterbeck und Süle könnte den 33 Jahre alten Mats Hummels zum Reservisten machen, der Schweizer Manuel Akanji soll vor einem Wechsel stehen, auch die Zukunft der übrigen Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou (Vertrag läuft aus) und Marin Pongracic (vom VfL Wolfsburg ausgeliehen) ist ungewiss. Mit 50 Gegentreffern hat der BVB trotz Tabellenplatz zwei in der laufenden Saison nur die zehntbeste Defensive der Liga.

Medienberichte: Ginter vor Rückkehr

Die Freiburger sollen indes auf der Suche nach einem Ersatz bereits fündig geworden sein: Wie unter anderem die »Sport Bild« am Montag berichtete, soll Matthias Ginter vor einem ablösefreien Wechsel zurück in den Breisgau stehen. Der Innenverteidiger, der mit Schlotterbeck in der Nationalmannschaft um einen Platz konkurriert, spielte bereits zwischen 2012 und 2014 für die Freiburger und wird seinen auslaufenden Vertrag bei Borussia Mönchengladbach nicht verlängern.

cev/sid