Fußball-Bundesliga Attacke auf Trainer Streich - Frankfurts Abraham für sieben Wochen gesperrt

David Abraham darf für Eintracht Frankfurt in der Bundesliga-Hinrunde nicht mehr auflaufen. Außerdem muss der Verteidiger nach seiner Aktion gegen Freiburg-Coach Christian Streich eine Geldstrafe zahlen.

Christian Streich (links) von David Abraham: Der : Der Aufreger des vergangenen Bundesligaspieltags
Jan Huebner/ imago images

Christian Streich (links) von David Abraham: Der : Der Aufreger des vergangenen Bundesligaspieltags


Eintracht Frankfurts Kapitän David Abraham hat für seine Rote Karte wegen seines heftigen Remplers gegen Freiburgs Trainer Christian Streich eine Sperre von sieben Wochen bis zum 29. Dezember erhalten. Zudem muss er 25.000 Euro Geldstrafe zahlen, teilte das DFB-Sportgericht mit. Abraham verpasst damit die verbleibenden sechs Spieltage in der Hinrunde. Die Eintracht und der Profi haben bereits angekündigt, Einspruch einzulegen.

Der DFB-Kontrollausschuss teilte mit, er habe in der Aktion von Abraham eine Tätlichkeit erkannt. Diese liegt laut DFB vor, "wenn der Spieler gewollt mit körperlicher Gewalt gegen einen Gegner vorgeht". Treten, Schlagen, Stoßen, Beißen und Spucken seien typische Vergehen. Hier seien Strafen von mindestens sechs Wochen bis zu sechs Monaten möglich.

Abraham hatte in der Nachspielzeit des Bundesliga-Spiels in Freiburg am Sonntag (0:1) Streich zu Boden gerammt und dafür von Schiedsrichter Felix Brych die Rote Karte gesehen. Mehr zu dem Vorfall zwischen Frankfurts Abraham und Streich lesen Sie hier.

Anschließend war es zwischen Abraham und dem Freiburger Vincenzo Grifo zu einem Handgemenge gekommen, für das der bereits ausgewechselte Grifo ebenfalls Rot sah. Grifo wurde für drei Spiele gesperrt.

Abraham hatte sich wenig später "in aller Form" entschuldigt. Trainer Streich sagte, der Vorfall sei für ihn geklärt. Frankfurts Trainer Adi Hütter sagte Anfang der Woche: "David ist und bleibt unser Kapitän. Ich bin keiner, der jemanden fallen lässt, wenn er mal einen Fehler begeht."

jan/dpa



insgesamt 46 Beiträge
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Sendungsverfolger 13.11.2019
1. Grundsätzlich richtig
Grundsätzlich richtig. Leider wird hier jetzt gleich der Relativismus ausbrechen.
cmann 13.11.2019
2. Passt schon,
Allerdings hat aus meiner Sicht die Vorbildsfunktion des guten Mannes etwas gelitten. Seltsam das Hütter die Sache auf sich beruhen lässt. Es wäre interessant zu sehen wenn der mal von einem gegnerischen Spieler hart umgecheckt wird. Na ja, für die nächsten 7 Wochen kann Abraham jetzt sowieso nicht den Kapitän spielen ;-)
adrianhb 13.11.2019
3.
Zitat von SendungsverfolgerGrundsätzlich richtig. Leider wird hier jetzt gleich der Relativismus ausbrechen.
ich mag Freiburg, kann aber nicht verstehen, warum Abraham 6 Spieltage und Grifo "nur" 3 bekommt hoffe, das ist jetzt nicht zuviel Relativismus P.S. beide Aktionen gehen für mich gar nicht
Joe73 13.11.2019
4. Armutszeugnis
Das ein Spieler, der einen Trainer einfach umrennt sich ungerecht behandelt fühlt ist ja noch in Ansätzen zu verstehen, dass aber ein Verein hier Widerspruch einlegt, geht gar nicht! Hauptsache in der Vereinssatzung auf die Kacke hauen, aber in der Realität komplett anders handeln! Sieht man ja auch bei Schalke. Also besser Mal Strafe akzeptieren und den Mund halten
christejan 13.11.2019
5. Nein, der Relativismus wird nicht ausbrechen...
...schließe mich dem an. War selbst über ein Jahrzehnt Jugendtrainer, und solche Aktionen gehen "gar" nicht. Der "Fussball" muss sich entscheiden...Ballsport oder Kampfsport, egal ob auf, oder neben dem Platz. Gleiches gilt für diese Höhlentroll-Zustände beim Berlin-Derby, als Hooligans auf das Feld liefen und von den eigenen Spielern zurückgerdrängt werden müssen ? M.E. ist sogar diese Sperre von 7 Wochen zu kurz. Entweder haben die Vereine ihre Spieler und Fans im Griff, oder nicht. Gelingt ihnen dies nicht, haben zu emotionale Spieler und verzeihen ihnen derartige Ausraster, dann haben sie in der Profi-Liga auch nichts verloren. Ende. Was wäre gewesen, Streich hätte sich ernsthaft verletzt ? Dann heult Abraham mal richtig rum. Was soll also dieses in-authentische Geseier "Hey, manchmal bin ich halt einfach so emotional, voll normal". Labern wir das in Zukunft auch runter, wenn die ganze Gesellschaft immer brutaler zueinander wird ?
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