Fußball-Bundesliga DFL erzielt Millionen-Einigung mit Sky – und atmet auf

Diese Nachricht sorgt in der Fußballbranche für große Erleichterung: Obwohl nicht gesichert ist, dass die Bundesliga die Saison zu Ende bringen kann, erhält die DFL einen Großteil der ausstehenden TV-Gelder.
Bayerns Robert Lewandowski, BVB-Torwart Roman Bürki

Bayerns Robert Lewandowski, BVB-Torwart Roman Bürki

Foto: Matthias Balk/ dpa

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und Inhaber der TV-Lizenzen haben sich nach SPIEGEL-Informationen über die Zahlung der noch ausstehenden Rate geeinigt - zuerst hatte die "Bild"-Zeitung  über den Deal berichtet.

Demnach erhält die DFL zeitnah einen großen Teil der noch zu zahlenden TV-Gelder. Dabei handelt es sich nach SPIEGEL-Informationen um 270 bis 280 Millionen Euro. Die Summe dürfte überwiegend von Pay-TV-Sender Sky stammen. Das ist das Ergebnis einer Übereinkunft, die am Donnerstag erzielt wurde. Vertraglich fixiert wurde die Einigung allerdings noch nicht.

Für die Klubs der Bundesliga und 2. Liga sind das sehr gute Neuigkeiten. Seit dem 11. März ruht aufgrund der Corona-Pandemie der Ball, neun der insgesamt 34 Spieltage stehen noch aus. Wann wieder gespielt wird, ist offen. Die DFL hat offiziell eine Spielpause bis Ende April verkündet. Ob sie dann den Betrieb wieder aufnehmen darf, entscheidet aber letztlich die Politik.

Ob noch mehr Geld fließt, hängt auch davon ab, ob Saison beendet wird

Wegen der ausbleibenden Spiele hatten die TV-Anbieter (neben Sky halten auch ARD und ZDF sowie Dazn entsprechende Rechte, wenn auch in deutlich geringerem Umfang) zuletzt kein Geld mehr überwiesen. Aufgrund der ausbleibenden Millionen sowie der fehlenden Erlöse durch Werbeverträge und Spieltagseinnahmen laufen mehrere Klubs der ersten und zweiten Liga Gefahr, zahlungsunfähig zu werden. Laut "Kicker" handele es sich dabei um insgesamt 13 Klubs .

Mit den 270 bis 280 Millionen Euro dürften akute Sorgen deutlich gemindert werden. Intern wird der Deal bei der DFL entsprechend als großer Erfolg verbucht. Die Zahl entspricht allerdings nicht ganz der Summe, die bei der letzten Tranche ursprünglich hatte gezahlt werden sollen. Ob sie noch aufgestockt wird, hängt auch davon ab, ob die Saison beendet werden kann.

Sky wollte die Einigung auf SPIEGEL-Anfrage zunächst nicht kommentieren. Auch für Sky hätte die Übereinkunft ihren Nutzen. Sollten tatsächlich mehrere Klubs Pleite gehen, würde das Premiumprodukt Bundesliga massiven Schaden erleiden. Durch die Zahlung können die bedrohten Klubs noch mal davonkommen.

mey/mon